Es ist eine Kehrtwende nach mehr als zehn Jahren: Die Bundesbank wird nach der Sanierung ihrer Zentrale nicht wieder in das markante Betongebäude im Norden Frankfurts einziehen. »Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung hat klar ergeben, dass der Kauf einer Immobilie deutlich kostengünstiger ist als eine Unterbringung der Bundesbankzentrale am bisherigen Standort in der Wilhelm-Epstein-Straße«, teilte Bundesbankpräsident Joachim Nagel mit.
Daher suche die Bundesbank nun nach einer geeigneten Immobilie in Frankfurt am Main. Zugleich habe die Stadt Frankfurt signalisiert, dass sie Teile des bisherigen Bundesbankstandorts erwerben möchte. »Dies wäre aufgrund der besonderen Gegebenheiten der Liegenschaft rechtlich zulässig«, erklärte die Bundesbank.
Investitionen in Milliardenhöhe
Auch eine abgespeckte Version des alten Standorts hätte sich der Bundesbank zufolge nicht gerechnet: »Die gesamten Investitionskosten am Standort Wilhelm-Epstein-Straße hätten rund 1,6 Milliarden Euro betragen. Darin wären nicht nur die Sanierung des ehemaligen Hauptgebäudes, sondern alle nötigen Anpassungen der Liegenschaft für die Unterbringung der Zentrale enthalten gewesen.«
Nach Nagels Amtsantritt Anfang 2022 wurden die Pläne zusammengestrichen – auch wegen der Ausweitung von Homeoffice. Im August 2025 bekräftigte die Bundesbank: »Das ursprüngliche Projekt Campus ist passé.« Statt mit 5000 Büroarbeitsplätzen plant die Bundesbank nun mit gut 3300 Arbeitsplätzen für die Beschäftigten ihrer Zentrale.

vor 2 Stunden
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