Frank-Walter Steinmeier: Bundespräsident drängt auf Nachfolge mit Parteikontakten

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich für einen Amtsnachfolger – oder eine Amtsnachfolgerin – mit politischer Prägung ausgesprochen. Hintergrund sei seine eigene Erfahrung nach der Bundestagswahl 2017, als Steinmeier CDU, CSU und SPD mahnte, eine Koalition zustande zu bringen und Neuwahlen zu vermeiden. »Ich befürchte, dass ähnlich schwierige Regierungsbildungen in der Zukunft auch auf uns zukommen«, sagte Steinmeier nun in einem Interview mit der ARD. Er befürworte deshalb jemanden, »der Kontakte und Gesprächsmöglichkeiten in die Parteien hinein hat«, um solche Krisen bei der Regierungsbildung überwinden zu können.

Am 30. Januar 2027 wird das neue Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland von der Bundesversammlung gewählt. Frank-Walter Steinmeier darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten, seit 2017 ist der Sozialdemokrat Bundespräsident. Über seine Nachfolge wird schon seit Monaten spekuliert.

Im Regierungslager ist die Meinung verbreitet, dass erstmals eine Frau zur Bundespräsidentin gewählt werden sollte. Eine Mehrheit von Unionsparteien und SPD in der Bundesversammlung gilt als wahrscheinlich. Aber wird es jemand mit parteipolitischer Vergangenheit? Oder sollte die erste Bundespräsidentin besser keine enge Verbindung zu einer Partei haben so wie Joachim Gauck, Steinmeiers Vorgänger? Das ist bislang offen, dennoch kursieren einige Namen.

Im Frühjahr tauchte sogar die Personalie Angela Merkel in der Debatte auf. Ihr Büro ließ mitteilen, die Spekulation sei »abwegig«. Sie wäre nicht nur die erste Frau im Amt. Noch nie wurde ein Kanzler nach der Amtszeit Bundespräsident.

Welche Namen bereits seit dem Frühjahr für das Amt des Bundespräsidenten kursieren und warum auch über Ex-Kulturstaatsministerin Monika Grütters gesprochen wird, lesen Sie hier .

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