Flensburg: Staatsanwalt ermittelt nach tödlichem Baumunglück

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Das tragische Ende einer Ostereiersuche in einem Waldstück in Schleswig-Holstein wird nun Teil eines Todesermittlungsverfahrens. Noch könne man zur Ursache des Unglücks keine verlässlichen Angaben machen, so ein Sprecher der Polizei.

Am Ostersonntag war ein rund 30 Meter hoher Baum in der Gemeinde Mittelangeln südöstlich von Flensburg umgestürzt. Vier Menschen wurden eingeklemmt. Eine 21-jährige Frau, ihre zehn Monate alte Tochter und ein 16 Jahre altes Mädchen starben an ihren Verletzungen, eine 18-Jährige ist mittlerweile außer Lebensgefahr.

Die Polizei geht momentan davon aus, dass der große Baum vermutlich durch starke Böen umgestürzt sei. Die Landesforsten, die für die Waldfläche verantwortlich sind, seien über den Vorfall bereits informiert worden. Noch ist unklar, ob der umgestürzte Baum Vorschäden hatte oder eine Krankheit aufwies.

Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) war es über Ostern im Norden stürmisch. Am Sonntagvormittag hatte der DWD tagsüber Windböen bis stürmische Böen zwischen 55 und 65 Kilometern pro Stunde vorhergesagt. In exponierten Lagen war von vereinzelten Sturmböen um 80 Kilometer pro Stunde die Rede. Das entspricht Windstärke neun.

Auch der Deutsche Alpenverein warnt auf seiner Webseite: »Immer wieder treten auch in Deutschland Tornados auf, also sehr lokale Wirbelstürme.« Diese könnten selbst starke und eigentlich gut verwurzelte Bäume wie Zahnstocher umknicken. Auch noch Tage später könnten umgeknickte Bäume, die unter starker Spannung stehen, lose überhängen oder an andere Bäume lehnen, plötzlich herunterfallen.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald warnt davor, sich bei stürmischem Wetter im Wald aufzuhalten: »Bei Sturm oder Gewitter sollten Sie den Wald so rasch als möglich verlassen«, heißt es auf der Webseite. Bereits bei mäßigem Wind könnten Äste und Zapfen herunterfallen, die Menschen schwer verletzen oder töten könnten.

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