Ferran Torres: Ein Schnappschuss als Sinnbild

vor 1 Tag 1

Schon wieder Ferran Torres. Der Angreifer ärgerte Atletico Madrid binnen weniger Wochen zweimal. Auch der kommende CL-Gegner Borussia Dortmund hat schon seine Erfahrungen mit dem Edeljoker gemacht.

 Ferran Torres nach seinem Siegtreffer bei Atletico.

Mission erfüllt: Ferran Torres nach seinem Siegtreffer bei Atletico. IMAGO/Gribaudi/ImagePhoto

Erstmal eine Erfrischung. Nach Barcelonas Coup in der Copa postete Barcelona ein Foto aus der Umkleidekabine. Zu sehen sind viele sehr gut gelaunte, halbnackte Männer in einem Entmüdungsbecken. Aus Platzgründen steht Ferran Torres mit ein paar anderen außerhalb des Pools in der letzten Reihe, was das Bild ein wenig stört. Denn der Angreifer hat im Hintergrund eigentlich nichts mehr zu suchen.

Zu formstark präsentiert sich Ferran Torres in den vergangenen Wochen. Sein Treffer zum 1:0 bei Atletico war sein fünfter in der Copa del Rey, wo er, so eben auch am Mittwoch, regelmäßig Robert Lewandowski zu einer Pause verhilft. Keiner hat in diesem Wettbewerb mehr Tore erzielt als der 25-Jährige.

In La Liga lief es lange nicht so rund. Mal wurde er eingewechselt, mal ausgewechselt, beim 4:1 in Girona im September handelte er sich eine Rote Karte ein und fehlte später einige Wochen wegen einer Oberschenkelverletzung. Doch seit Mitte Februar ist Ferran Torres überhaupt nicht mehr zu halten. In seinen vergangenen fünf Liga-Einsätzen war er fünfmal erfolgreich, und das, obwohl er viermal von der Bank kam. Auch bei seinem Doppelpack bei den Colchoneros (4:2), die er nun auch im Pokal ärgerte.

Trotz des Höhenflugs ist Bodenhaftung angesagt beim Europameister von 2024. "Hier zu gewinnen, ist schon ein tolles Gefühl", sagte Ferran Torres nach dem Finaleinzug, wo nun Erzrivale Real Madrid wartet. "Wir müssen mit Bescheidenheit weiterarbeiten, dann wird sich das Gute schon einstellen. Ein Endspiel motiviert ungemein, vor allem wenn es gegen den direkten Konkurrenten geht."

Flick lässt die "andere Neun" wieder ran

Auch Hansi Flick weiß, was er an seinem Angreifer hat. "Er nutzt die Minuten gut und ist ein wichtiger Spieler", so der Coach. Über den Konkurrenzkampf mit Lewandowski sagte er nur, er sei "froh, dass beide Tore schießen". Wie wahr, schließlich hat auch der Pole in den vergangenen vier Ligaspielen fünfmal getroffen.

Und so ließ Flick keinen Zweifel, dass derjenige demnächst wieder spielen wird, der auch auf dem Poolfoto in der vordersten Reihe sitzt. "Am Samstag werden wir wieder eine andere Neun sehen", sagte er mit Blick auf die Ligapartie gegen Betis.

Lewandowski wird sicherlich auch am kommenden Mittwoch (21 Uhr, LIVE! bei kicker) den Vorzug erhalten, wenn die Katalanen dessen Ex-Klub Borussia Dortmund empfangen. Dass die Westfalen aber auch auf den Edeljoker ein Auge werfen müssen, mussten sie in der Ligaphase leidlich erfahren. Beim 3:2 in Dortmund wurde Ferran Torres in der 71. Minute eingewechselt - und traf zweimal.

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