Fensterputzroboter Dreame C1 im Test: Fast so gut wie Ecovacs, aber laut

vor 2 Stunden 1

Erstmals wagt sich Dreame in den Markt der Fensterputzroboter: Der C1 putzt ordentlich und bietet WLAN, kämpft aber mit Lautstärke und Verarbeitungsdetails.

Den Markt für smarte Fensterputzroboter dominiert bislang vorrangig Ecovacs. Mit dem C1 bringt Dreame nun ein direktes Konkurrenzprodukt – und orientiert sich dabei stark am Vorbild. Das Konzept: Ein eckiger Putzroboter sitzt in einer kofferartigen Station, die den Akku enthält und per Kabel fest mit dem Roboter verbunden ist.

Der C1 bietet fünf Reinigungsmodi, Kantenbürsten an allen vier Seiten und eine Steuerung per App via WLAN und Bluetooth. Der Preis liegt aktuell bei 528 Euro – und damit deutlich über manchem Ecovacs-Modell. Ob sich der Einstieg von Dreame trotzdem lohnt, zeigt unser Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Dreame C1?

Der Dreame C1 misst 325 × 350 × 231 mm und wiegt inklusive Station 7,6 kg. Farblich setzt Dreame auf eine Kombination aus Weiß und Gold – wobei der Goldton in der Praxis eher an „Greige“ erinnert, also ein gräuliches Beige. Das wirkt, als wäre ein ehemals weißes Gehäuse über die Jahre vergilbt. Geschmackssache, aber in unseren Augen nicht sonderlich ansprechend.

Der Roboter selbst ähnelt im Aufbau den bekannten Ecovacs-Modellen. Das Mikrofaser-Wischpad haftet per Klett an der Unterseite und bedeckt einen Großteil der Fläche. Die Fortbewegung übernehmen Gummiriemen, mit denen sich der Roboter wie ein Raupenfahrzeug über die Scheibe zieht. An allen vier Kanten sitzen die erwähnten Kantenbürsten: außen weich, innen mit kleinen Kunststoffborsten versehen. Diese putzen nicht nur mittig, sondern auch am äußersten Rand der Scheibe. Allerdings könnten die Borsten bei empfindlichen Scheiben leicht kratzen.

Dreame C1 – Bilderstrecke

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Die Station orientiert sich ebenfalls an Ecovacs, bringt aber eigene Schwächen mit. Der Roboter wird nicht einfach eingehängt, sondern muss von oben in einen Spalt geschoben werden. Das gestaltet sich hakelig und erfordert mehrere Anläufe. Auf der Rückseite sitzt ein Fach mit Stromanschluss und Zubehör, das über einen Kippmechanismus nach oben aufklappt. Dieser Mechanismus ist an zwei Armen mit Kunststoffstiften fixiert. Beim dritten Öffnen im Test haben sich diese Stifte direkt gelöst und kamen entgegen. Sie wieder einzusetzen, erfordert dünne Finger und viel Geduld. Ein unnötig komplexer Mechanismus ohne erkennbaren Mehrwert – die Klappe hängt zudem leicht über dem Fach und verkleinert den Zugriff.

Das Einzugskabel fährt ebenfalls elektrisch ein, ist aber sehr unflexibel und nur gummiert an, nicht stoffummantelt wie bei Ecovacs. Das mindert die Wertigkeit im Vergleich, ist aber Meckern auf hohem Niveau.

Einrichtung: Wie schnell ist der Dreame C1 betriebsbereit?

Im Lieferumfang befinden sich die Station, ein 5,5 m langes Stromkabel, ein Sicherungsseil, acht Eckbürsten, zwei Wischpads und 230 ml Reinigungsmittel. Die Einrichtung beginnt mit dem Aufstellen der Station und dem Einschieben des Roboters – was wie beschrieben etwas Geduld erfordert.

Für die App-Anbindung scannt man den QR-Code auf der Station, akzeptiert die nötigen Berechtigungen für die Umgebungssuche und gibt ein 2,4-GHz-WLAN an. Standardmäßig verbindet sich die App per Bluetooth, WLAN dient als Fallback. Per Schieberegler in der App lässt sich das umstellen. Die Verbindung per WLAN ist dabei spürbar flüssiger als über Bluetooth mit seinen technologiebedingten Verzögerungen.

Dreame C1 – App & Einrichtung

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Ein kleiner Dämpfer bei der Ersteinrichtung: Der Roboter kommentiert jeden Schritt sehr mitteilsam über den blechernen Lautsprecher der Station – allerdings in stark chinesisch akzentuiertem Englisch. Sprache und Lautstärke lassen sich erst nach Abschluss der Einrichtung und Installation des ersten Updates umstellen. Danach schalten wir sofort auf Deutsch um und drehen die Lautstärke herunter. Die Übersetzungsqualität ist allerdings nicht durchgehend gelungen. So kommentiert der Roboter das Aufwickeln des Kabels mit „Das Kabel ist nun fast eingerollt“ – ist es nun fertig eingerollt oder nicht? Beim Ausschalten heißt es „Der Roboter wird gleich ausgeschaltet“. Solche Formulierungen verwirren mehr, als sie helfen – uns belustigen sie aber zumindest noch.

Die Station verfügt über drei Bedienknöpfe: Reinigungsintensität, Kabelaufwicklung und Ein/Aus. LEDs zeigen WLAN-Status, Akkustand und Betriebsstatus an. Den Akkustand in Prozent gibt es allerdings nur über die App. Die App selbst ist im Gold-Beige-Weiß-Ton des Roboters gehalten und bietet verschiedene Reinigungsmodi, eine manuelle Steuerung sowie Update-Funktionen. Zwingend nötig ist sie im Alltag nicht, da die wichtigsten Funktionen auch über die Stationstasten erreichbar sind.

Navigation: Wie gut erkennt der Dreame C1 Ecken und Kanten?

Der Dreame C1 navigiert per Neigungssensor und Absturzsensor über die Scheibe. Er fährt in logischen, geordneten Bahnen von oben nach unten und fährt anschließend gezielt alle Kanten mit den Schrubbern ab. Die Kantenbürsten an allen vier Seiten sorgen dafür, dass auch der äußerste Rand der Scheibe gereinigt wird – ein Vorteil gegenüber Ecovacs-Modellen, die nur an zwei Kanten feste Kunststoffschrubber haben.

Allerdings zeigt sich bei rahmenlosen Fenstern oder Fenstern mit niedrigem Rahmen ein Problem: Der C1 fährt vereinzelt über die Kante hinaus und hebt sich dadurch so weit von der Scheibe ab, dass die Ansaugung absinkt. Es folgt eine Fehlermeldung, der Roboter muss manuell gerettet werden. Heruntergefallen ist er dabei im Test nicht, weitergefahren aber auch nicht. Das kennen wir ähnlich von anderen Fensterputzrobotern – ein grundsätzliches Problem vieler Modelle dieser Gerätegattung.

Reinigung: Wie gut wischt der Dreame C1?

Die Reinigung gehört grundsätzlich zu den Stärken des Dreame C1. Der Roboter arbeitet sich zielstrebig und zuverlässig über die Scheibe. Er sprüht dabei regelmäßig aus Düsen auf beiden Seiten Reinigungsflüssigkeit auf das Glas. Die Bahnen verlaufen ordentlich von oben nach unten, anschließend fährt der C1 nochmals gezielt alle Kanten ab.

Die Saugleistung von 5500 Pa hält den Roboter sicher an der Scheibe. Das Mikrofaser-Pad nimmt Schmutz zuverlässig auf, der 80-ml-Tank fasst genug Reinigungsflüssigkeit für die Reinigung. Fünf Reinigungsmodi stehen zur Wahl – sowohl über die Stationstasten als auch über die App. Die App bietet zusätzlich eine manuelle Steuerung, mit der sich der Roboter gezielt über bestimmte Stellen dirigieren lässt.

Die Kantenbürsten machen einen spürbaren Unterschied. Während Ecovacs-Modelle wie der W3 Omni oder W2S Omni an zwei Kanten feste Kunststoffschrubber nutzen, die nur mittig auf der Scheibe aufsetzen, reinigen die Bürsten des C1 an allen vier Kanten auch den äußersten Rand. Das erscheint im Test effektiver. Allerdings: Die Kunststoffborsten sind etwas härter. Bei besonders empfindlichen Scheiben oder Beschichtungen könnte das zu feinen Kratzern führen.

Dreame C1 – Reinigung

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Das Reinigungsergebnis ist solide, aber nicht perfekt. Die Scheiben sind nach dem Durchgang sichtbar sauberer, streifenfrei arbeitet der C1 allerdings wie die meisten Fensterputzroboter nicht. Teilweise hinterlässt er einen leicht schmierigen Film auf dem Glas. Damit bewegt er sich in etwa auf Augenhöhe mit dem Ecovacs W2 Pro Omni – ein makelloses Ergebnis liefert derzeit kein Fensterputzroboter in dieser Preisklasse. Wer blitzblanke Scheiben ohne jede Schliere erwartet, muss nach wie vor selbst zum Tuch greifen und direkt die Scheibe trocken wischen, nachdem der Roboter darüber gefahren ist – sonst sorgt der Wasserfilm für Flecken.

Ein klarer Schwachpunkt ist die Lautstärke. Mit 63 dB(A) laut Herstellerangabe ist der C1 bereits auf dem Papier nicht leise. In der Praxis empfinden wir ihn mit knapp 70 dB(A) als noch lauter – und das liegt vor allem an einem hohen, schrillen Pfeifen der Saugeinheit. Das macht den Aufenthalt im selben Raum während der Reinigung unangenehm. Auch im Vergleich zu anderen Fensterputzrobotern ist der Dreame C1 damit überdurchschnittlich laut.

Die empfohlene Fensterfläche gibt Dreame mit bis zu 90 m² an. Für normale Wohnungen mit mehreren Fenstern reicht das locker aus. Wer große Glasfassaden reinigen will, sollte die Akkulaufzeit im Blick behalten.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Dreame C1?

Der Dreame C1 arbeitet sowohl im Netz- als auch im Akkubetrieb. Die Station enthält einen Li-Ionen-Akku mit 7,8 Ah, der den Roboter über das Verbindungskabel mit Strom versorgt. Ist die Station am Stromnetz angeschlossen, arbeitet der Roboter im Netzbetrieb ohne zeitliche Einschränkung. Im reinen Akkubetrieb – etwa bei Fenstern ohne Steckdose in der Nähe – hängt die Laufzeit vom gewählten Reinigungsmodus ab.

Dreame gibt eine empfohlene Fensterfläche von bis zu 90 m² an. Im Test reicht der Akku für mehrere Fenster problemlos aus. Den genauen Akkustand in Prozent zeigt allerdings nur die App an, die LEDs an der Station geben lediglich eine grobe Einschätzung. Sollte der Akku während der Reinigung zur Neige gehen, hält die Ansaugung den Roboter weiterhin an der Scheibe – ein Absturz ist dadurch nicht zu befürchten.

Preis: Was kostet der Dreame C1?

Der Dreame C1 kostet aktuell 528 Euro inklusive Station. Das ist für das Gebotene vergleichsweise teuer. Zum Vergleich: Den Ecovacs W2 Pro Omni gibt es bereits für 394 Euro – mit besserem Produktdesign, leiserer Arbeitsweise und durchdachterer Bedienung. Der Dreame C1 muss sich an diesem Preisniveau messen lassen und hat es schwer, den Aufpreis zu rechtfertigen.

Fazit

Der Dreame C1 ist ein solider Erstversuch im Fensterputz-Segment. Die Reinigungsleistung ist ordentlich und bewegt sich auf Augenhöhe mit dem Ecovacs W2 Pro Omni, auch wenn streifenfreie Ergebnisse bei den Robotern nicht gelingen. Die Kantenbürsten an allen vier Seiten sind ein cleveres Detail, und die WLAN-Anbindung zusätzlich zu Bluetooth ist ein echter Pluspunkt gegenüber vielen Konkurrenten. Durch die kräftige Ansaugung bleibt der Roboter zuverlässig an der Scheibe haften, die Navigation arbeitet in geordneten Bahnen.

Allerdings offenbart der C1 im Detail einige Schwächen. Die Verarbeitung der Station – insbesondere der fragile Kippmechanismus und das hakelige Einsetzen des Roboters – liegt unter dem Niveau von Ecovacs. Die Lautstärke mit ihrem schrillen Pfeifen ist im Alltag störend. Und die Übersetzungen in der App und der Sprachausgabe wirken teilweise unausgereift. Dreame ist technologisch dort, wo Ecovacs vor eineinhalb bis zwei Jahren war.

Für 528 Euro ist das zu viel, zumal der Ecovacs W2 Pro Omni für 394 Euro besser verarbeitet, leiser und günstiger ist. Wer dennoch auf Dreame setzen will, bekommt einen funktionierenden Fensterputzroboter, der bei vielem direkt beim ersten Aufschlag mit der Konkurrenz mithalten kann – aber eben nicht bei allem.

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