FCN: Gruber startet, Tzimas wackelt weiter

vor 1 Tag 1

Für den 1. FC Nürnberg stehen gegen den Hamburger SV nicht nur drei Punkte auf dem Spiel. In der Innenverteidigung erhält Fabio Gruber die Chance in der Startelf, vorne hängt alles von Stefanos Tzimas ab.

 Fabio Gruber (li.).

Steht aller Voraussicht nach erstmals in der Startelf des 1. FC Nürnberg: Fabio Gruber (li.). IMAGO/Zink

Zuerst die schlechte Nachricht: Auch am Donnerstag war Tzimas nicht im Mannschaftstraining. Die Zeit wird langsam knapp, schon am Samstag ist der HSV im ausverkauften Max-Morlock-Stadion (13 Uhr, LIVE! bei kicker) zu Gast. Hoffnung auf eine schnelle Genesung haben Klose und sein Stab aber dennoch.

Gruber beginnt - nur wo?

Um die positiven Dinge aber nicht unter den Tisch zu kehren: Florian Flick konnte nach seiner Gehirnerschütterung, die er bei seinem unglücklichen Auftritt in Regensburg erlitten hatte (kicker-Note 5), wieder voll mitmachen. Ist aber dennoch keine Option für die Startelf. Nicht aufgrund seines Fitnesszustands, vielmehr konnte er zuletzt schlichtweg nicht überzeugen.

Einer, der das besser gemacht hat, ist Fabio Gruber. Der Winter-Zugang des FCN sammelte beim 1:2 gegen den Jahn zum zweiten Mal Minuten im Club-Dress und machte prompt auf sich aufmerksam. Weil Kapitän Robin Knoche ausfällt, wird ein Platz in der Dreierkette frei, den aller Voraussicht nach Gruber besetzen darf. Womöglich direkt im Zentrum.

Dass er diese Rolle gut ausfüllen kann, hat der ehemalige Kapitän des SC Verl in Regensburg über 30 Minuten bewiesen. Genauso können Tim Drexler oder Ondrej Karafiat die zentrale Position spielen. Wer das nun aber am Samstag tun wird, wollte Klose nicht verraten.

Klose: "Das können wir uns auch wieder kaputt machen"

Mal ganz abgesehen von den personellen Umstrukturierungen - etwa Jens Castrop fehlt gelb-gesperrt und die Frage nach der Besetzung im Angriff stellt sich ja auch noch - trifft der Club auf die stärkste Mannschaft in der Rückrunde. Und wird versuchen, den Abstand auf die oberen Ränge nicht noch größer werden zu lassen.

"Wir haben mehr zu verlieren", sagte Klose etwa am Donnerstag. "Das, was wir jetzt punktemäßig haben und uns spielerisch erarbeitet haben. Das können wir uns auch durch die Spiele wieder kaputt machen und das ist das, was wir absolut nicht wollen." Mit dieser Gefahr muss sich der FCN ernsthaft beschäftigen, stehen in den kommenden Wochen doch ausschließlich Duelle mit der direkten Konkurrenz an.

Chance und Risiko zugleich also. Chance insofern, dass sich der Club bei fünf Punkten Rückstand immer noch im Rennen um Platz drei befindet. Und auf der anderen Seite steht auf dem Spiel, der bislang erfolgreichen Saison hintenraus einen negativen Touch zu verleihen.

Auf den Samstag gemünzt, gilt es besonders, die Flanken des HSV zu unterbinden. Zielspieler Davie Selke oder der wiedergenesene Robert Glatzel sind in der Disziplin Kopfball noch mal eine Klasse besser als der Rest. "Du musst versuchen, die Flanke vorher zu verteidigen. Das wird nicht immer gehen, aber dementsprechend, dass die nicht in die gefährliche Zone kommen." Zur Lösung gehört auch Cleverness, "wenig unnötige Fouls machen".

Der Ausgang am Samstag gibt für den Club die Richtung für den Saison-Endspurt vor. Der soll möglichst von Erfolgserlebnissen statt Tristesse über verpasste Chancen geprägt sein.

Benedikt Hoffmann

Gesamten Artikel lesen