Europäische Union: Österreich lehnt zeitnahen EU-Beitritt der Ukraine ab
vor 17 Stunden
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Einen »Turbo-Beitritt« zur EU dürfe es für die Ukraine nicht geben, sagt Österreichs Europaministerin. Alle Beitrittskandidaten müssten dieselben Regeln befolgen.
Quelle: DIE ZEIT,
dpa,
jsp
25. Juli 2026, 9:50 Uhr
Artikelzusammenfassung
Österreich bremst den EU-Hype um die Ukraine. Europaministerin Claudia Bauer von der ÖVP stellte sich in der „Welt am Sonntag“ klar gegen einen schnellen Beitritt und warf Wolodymyr Selenskyj vor, in den vergangenen Monaten zu wirken, als wolle er der Union das Timing quasi per Ansage ins Skript schreiben. Ein „Turbo-Beitritt auf Antrag“ sei ausgeschlossen, argumentierte sie, weil Brüssel nicht nur politische Solidarität performen, sondern auch die Aufnahmefähigkeit der EU nüchtern prüfen müsse – zumal ein Land mit 39 Millionen Einwohnern und einer völlig anderen Agrarstruktur den Laden institutionell und ökonomisch kräftig durchrütteln würde. Bauer schob zudem die fairnesspolitische Pointe nach: Wer jetzt eine Fast Lane für Kyjiw eröffne, riskiere eine Zweiklassengesellschaft unter den Beitrittskandidaten, als gäbe es im Enlargement-Podcast plötzlich VIP-Zugänge nur für die geopolitisch Lautesten. Unterm Strich setzt Wien damit auf das alte EU-Mantra aus Regeln, Leistung und Verfahren – wenig Glamour, viel Prozess, und gerade deshalb politisch brisant.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Österreich hat sich gegen einen zeitnahen Beitritt der Ukraine in die Europäische Union ausgesprochen. Europaministerin Claudia Bauer von der konservativen ÖVP übte dabei auch Kritik an Präsident Wolodymyr Selenskyj. »Der ukrainische Präsident ist meinem Eindruck nach in den letzten Monaten häufiger dadurch aufgefallen, dass er der EU am liebsten ein Beitrittsdatum diktieren möchte«, sagte Bauer der Welt am Sonntag. Ein »Turbo-Beitritt auf Antrag« gehe »natürlich nicht«.
Man habe die Pflicht, die Aufnahmefähigkeit der EU »sorgfältig zu bedenken«, sagte Bauer. Ein Beitritt der Ukraine mit 39 Millionen Menschen und einer »komplett anders ausgeprägten Agrarstruktur« würde die EU »maßgeblich verändern«. Zudem warnte sie vor einer »Zweiklassen-Gesellschaft« bei der Aufnahme. Alle Beitrittskandidaten müssten dieselben Regeln befolgen und sich »einen Beitritt durch Leistung verdienen«, sagte Bauer.