EU und Israel: Israel bricht Kontakt zu EU-Außenbeauftragter Kallas ab

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Israels Außenminister stoppt die Beziehungen zu Kaja Kallas. Er habe jeglichen Kontakt abgebrochen, weil sie Israel mit dem Apartheid-Regime in Südafrika verglichen habe.

Quelle: DIE ZEIT, Reuters, 18. Juni 2026, 12:07 Uhr

Gideon Saar Kaja Kallas Kontaktabbruch EU
Israels Außenminister Gideon Saar während eines Besuchs in Berlin Anfang Mai. © Annegret Hilse/​Reuters

Der israelische Außenminister Gideon Sa'ar hat jeglichen Kontakt zur EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas abgebrochen. ⁠Grund sind Sa'ar zufolge Äußerungen, in denen Kallas Israel zuletzt mit dem südafrikanischen Apartheid-Regime verglichen haben soll. 

»Bislang hat sie jedoch weder eine Gegendarstellung noch eine Klarstellung oder Antwort zu dieser schwerwiegenden Äußerung abgegeben. Daher bleibt mir als Außenminister des Staates Israel keine andere Wahl, als jeglichen Kontakt zu Frau Kallas abzubrechen, bis sie die Blutverleumdung zurücknimmt«, schrieb Saar auf der Onlineplattform X.

Zunächst hatten das europäische Portal Euractiv und die Jüdische Allgemeine über die Äußerungen berichtet. Den Berichten zufolge verglich Kallas Israel mit der Zeit der rassistischen Apartheid in Südafrika bei einem Treffen in Mexiko mit Vertretern der mexikanischen Regierung.

Auf X teilten mehrere europäische Politikerinnen und Politiker die Berichte und kritisierten Kallas für den Vergleich. »Wenn die Mitgliedsstaaten der EU zulassen, dass Frau Kallas Woche für Woche durch unbedarftes Gerede die europäische Außenpolitik diskreditiert, werden wir einen schweren Rückfall in nationale Alleingänge erleben, der Europa in der Welt schwächt. Ihre jüngsten antisemitischen Ausfälle sind inakzeptabel«, schrieb der ehemalige CDU-Chef Armin Laschet.

Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.

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