Erdbeben in Venezuela: USA schicken Rettungsteams nach Venezuela

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Rettungskräfte helfen einer Frau aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses in Caracas
Rettungskräfte helfen einer Frau aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses in Caracas

Rettungskräfte helfen einer Frau aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses in Caracas

Foto: Juan Barreto / AFP

Ein Doppelerdbeben hat in Venezuela Verwüstung angerichtet. Etliche Gebäude sind eingestürzt. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke der Erschütterungen mit 7,2 und 7,5 an. Demnach zählten die Erdbeben zu den weltweit stärksten des laufenden Jahres. Die USA haben nun angekündigt, sofort Hilfe in das südamerikanische Land zu schicken. US-Außenminister Marco Rubio schrieb in einem Post auf X: »Amerika steht dem venezolanischen Volk in dieser schwierigen Zeit zur Seite, und auf Anweisung von Präsident Trump entsendet das Außenministerium unverzüglich Such- und Rettungsteams, medizinische Hilfsgüter und humanitäre Hilfe nach Venezuela.«

Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez schrieb auf X, dass sie sowohl mit US-Präsident Donald Trump, als auch US-Außenminister Rubio in Kontakt sei und bedankte sich für deren Hilfe.

Die Such- und Rettungsteams werden in Venezuela dringend gebraucht. Die USGS kennzeichnete beide Beben mit einem »roten Alarm«. Dies bedeutet, dass mit großen Schäden und vielen Opfern zu rechnen ist . Die auf statistischen Modellen beruhende erste Prognose nennt Tausende bis mehr als hunderttausend Tote als mögliche Szenarien.

Nach Angaben der venezolanischen Regierung sind mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 700 Menschen seien verletzt worden, sagte Übergangspräsidentin Rodríguez. Sie wies allerdings darauf hin, dass noch keine Daten aus dem Bundesstaat La Guaira vorliegen, der an die Hauptstadt Caracas grenzt und am stärksten betroffen ist.

Das Epizentrum des ersten Bebens am Mittwoch um 18.04 Uhr (Ortszeit; 00.04 MESZ Donnerstag) lag den Angaben zufolge 24 Kilometer östlich von San Felipe entfernt im Nordwesten des südamerikanischen Landes in einer Tiefe von 21,9 Kilometern. Das zweite Erdbeben ereignete sich nur wenige Kilometer weiter nördlich. Allein in den relativ nahen Städten Puerto Cabello und San Felipe leben nach USGS-Angaben zusammen etwas mehr als 400.000 Menschen.

Die Beben waren auch in der Hauptstadt Caracas zu spüren. In sozialen Netzwerken kursierten Videos von beschädigten Gebäuden und Schäden unter anderem am Flughafen von Caracas. »Dort sind Dutzende Gebäude kollabiert, und es sind intensive Rettungsarbeiten zugange, um die Leben zu retten, die Gott uns retten lässt«, sagte Rodríguez. Sie sprach von einer Tragödie und einem Erdbeben »noch nie dagewesenen Ausmaßes« in dem südamerikanischen Land. La Guaira sei zu einem Katastrophengebiet geworden.

Such- und Rettungsteams, die in Caracas die Nacht hindurch im Einsatz sind, können laut dem Bürgermeister der Gemeinde Chacao immer noch Menschen hören, die lebend unter den Trümmern eingeschlossen sind. »Glücklicherweise hören wir Menschen, die noch am Leben sind, und wir werden sie retten«, sagte Gustavo Duque in einem Instagram-Video und fügte hinzu, dass bisher 23 Menschen gerettet worden seien. »Wir werden diesen Ort nicht verlassen, bis wir die letzte Person gerettet haben, die wir noch lebend retten können, und ich weiß, dass wir mit Gottes Hilfe Erfolg haben werden«, sagte er. Die Geretteten würden in örtlichen Gesundheitszentren medizinisch versorgt, so Duque.

Auch Spanien und China haben Hilfe für Venezuela angekündigt. Premierminister Pedro Sánchez und Außenminister Jose ​Manuel Albares sicherten Caracas zu, jede benötigte Hilfe bereitzustellen. Chinas Außenministerium bot dies ebenfalls an.

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