Ungarn: Die erste Bewährungsprobe

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Der Nachtclub Turbina in Budapest wirbt auf seiner Internetseite mit »heißen Rhythmen und einer Prise Verrücktheit – die ganze Woche lang«. Ein verwinkelter Gang führt zu einem fensterlosen Konzertraum, in dem sich Menschen versammeln, denen eine besondere Verrücktheit zu eigen ist: Sie haben als Journalisten Viktor Orbán jahrelang die Stirn geboten. Sie waren der mediale Underground Ungarns. Wurden ihre Zeitungen geschlossen oder von Orbáns Getreuen übernommen, wichen sie ins Netz aus und machten dort weiter.

An diesem Abend hat das ungarische Medienforum ins Turbina geladen. Es geht um die Frage: Wie machen wir weiter ohne Orbán? Als nämlich Péter Magyar im April die Parlamentswahl in Ungarn gewann, brach auch für die Journalisten eine neue Zeit an. »Wir haben«, sagt Márton Gergely, Chefredakteur der liberalen Wochenzeitung HVG, »jahrelang wie in hunderten Meter Wassertiefe gelebt. Jetzt sind wir an die Oberfläche gekommen und müssen neu laufen lernen!«.

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