Unmittelbar vor dem anstehenden Kabinettsbeschluss zum Bundeshaushalt 2027 warnen Hilfsorganisationen noch einmal eindringlich vor Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe. Einschnitte hätten dramatische Folgen, mahnte die „Aktion gegen den Hunger“ am Sonntag. „Wer bei der internationalen Hilfe kürzt, riskiert Menschenleben“, betonte Geschäftsführer Jan Sebastian Friedrich-Rust.
Angesichts der drohenden Kürzungen hat ein Bündnis von mehr als einem Dutzend Hilfsorganisationen, darunter neben „Aktion für den Hunger“ auch Oxfam, „Brot für die Welt“ und Diakonie Katastrophenhilfe, Misereor oder Welthungerhilfe, für Montag Proteste vor dem Bundeskanzleramt angekündigt. Nach Angaben des Entwicklungsministeriums soll der Etat für das Haus laut Eckwertebeschluss der Bundesregierung im kommenden Jahr um knapp 600 Millionen Euro auf etwa 9,5 Milliarden Euro sinken. Damit würde er das fünfte Jahr in Folge schrumpfen. Die Mittel für humanitäre Hilfe, die im Auswärtigen Amt angesiedelt sind, wurden im Vergleich zu 2024 halbiert, auf aktuell 1,05 Milliarden Euro.












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