Elektroauto Hyundai Ioniq 6 Facelift: Heck optisch entschärft

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Auf der Seoul Mobility Show 2025 in Südkorea zeigt Hyundai den überarbeiteten Ioniq 6. Erstmals wird er auch in sportlicher Ausführung als Ioniq 6 N Line angeboten. Die Änderungen nach nur zwei Jahren am Markt beschränken sich vor allem auf die Karosserie, an der sich durch entsprechende Feinarbeit die Aerodynamik und laut Hersteller natürlich auch die Attraktivität verbessert haben sollen.

Im Wesentlichen sind es eine erhöhte Motorhaube und eine Verlängerung der Karosserie. Um wie viel sich die Form nun von der noch aktuellen unterscheidet, beziffert Hyundai nicht. Den Heckspoiler hat Hyundai um der Eleganz willen für eine "weichere und elegantere Silhouette" verlängert, dabei soll er aber immer noch die gleiche "aerodynamische Leistung" bieten wie bisher. Immerhin hat unser Kollege Christoph M. Schwarzer in unserem ersten Test über die fast 4,90 m lange Karosserie 2023 geschrieben: "Real hübsch? - Die Formensprache provoziert, keine Frage." Reichweite und Ladetempo haben sich in unserem Test jedenfalls als überlegen herausgestellt, und dennoch rechnen wir mit einem Fortschritt bei diesen Parametern. Wie im Ioniq 5 und im Kia EV6 dürfte auch in der Limousine der Energiegehalt der Batterien und die maximale Ladeleistung leicht steigen.

Was Hyundai zur Überarbeitung verspricht, klingt vor allem wie eine gute Nachricht für jene, denen insbesondere das Heck bisher zu eigenwillig erschien. Aussagekräftige Bilder davon hat der Hersteller allerdings noch nicht in Umlauf gebracht. Soweit man erkennen kann, handelt es sich nun um einen etwas konventioneller gestalteten, nur in der Mitte nach hinten verlängerten Abrisskantenspoiler. Die seitlich nach unten weisenden Kanten bleiben hingegen relativ kurz. Es handelt sich dabei indessen um ein an der "N"-Ausführung angebrachtes Teil, darüber ist ein Flügel zu erkennen. Beim "zivilen" Ioniq 6 ohne den Flügelspoiler könnte der untere Teil ähnlich gestaltet sein.

Hyundai Ioniq 6 (5 Bilder)

Trotz aller Bemühungen bleibt der Hyundai Ioniq 6 ein Gesicht in der Menge. (Bild:

Hyundai

)

Die Modifikationen im Innenraum sollen vor allem eine komfortablere und intuitivere Bedienung ermöglichen. Das möchte Hyundai mit einem neu gestalteten Lenkrad und einer Richtung besserer Funktionalität umgestalteten Mittelkonsole erreichen. Eine gesteigerte Benutzerfreundlichkeit verspricht der koreanische Hersteller mithilfe einer vergrößerten Anzeige für die Klimaanlage.

Als Ioniq 6 N Line bekommt der Wagen eine betont an sportlicher Aerodynamik orientierte Gestaltung von Front, Heck und Seitenschweller. Damit soll er niedriger wirken, wie Hyundai schreibt. Der bereits erwähnte Heckflügel ist neu. Ob die N-Line-Ausstattung mit Doppelspoiler auch nach Europa kommt, teilt Hyundai nicht mit. Sie soll im Juli dieses Jahres vorgestellt werden.

Angaben zum Verbrauch der geplanten Markteinführung des überarbeiteten Ioniq 6 in Europa macht Hyundai genauso wenig wie für die Ausführung als 6 N. Für ein deutsches Angebot so gut wie gesetzt darf man die Weiterführung des Angebots einer 5-Jahres-Garantie ohne Kilometerbegrenzung und 8 Jahre Garantie auf die Traktionsbatterie annehmen. Aktuell kostet der Hyundai Ioniq 6 mit 53-kWh-Batterie, 111 kW und Heckantrieb 43.900 Euro, mit 77,4 kWh, 239 kW und Allradantrieb 52.900 Euro. Anhaltspunkte für den Preis des überarbeiteten Modells hat Hyundai noch keine gegeben.

(fpi)

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