Donald Trump unzufrieden mit Iran – Vermittler Oman hält Frieden für »zum Greifen nah«

vor 1 Tag 2

Verhandlungen USA-Iran Trump unzufrieden – Vermittler aus Oman hält Frieden für »zum Greifen nah«

Die Verhandlungen zwischen den USA und Iran werden unterschiedlich bewertet. US-Präsident Donald Trump vermisst bei Iran den Willen, auf Atomwaffen zu verzichten. Der Vermittler aus Oman erzählt eine andere Geschichte.

28.02.2026, 03.56 Uhr

Omans Außenminister Badr al-Bussaidi (rechts) verhandelt mit Sondergesandten des Weißen Hauses, Steve Witkoff (Mitte) und Jared Kushner (links)
Omans Außenminister Badr al-Bussaidi (rechts) verhandelt mit Sondergesandten des Weißen Hauses, Steve Witkoff (Mitte) und Jared Kushner (links)

Omans Außenminister Badr al-Bussaidi (rechts) verhandelt mit Sondergesandten des Weißen Hauses, Steve Witkoff (Mitte) und Jared Kushner (links)

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Foreign Ministry of Oman / AP / dpa

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In den Atomverhandlungen zwischen den USA und Iran macht der Außenminister des Vermittlers Oman, Badr al-Bussaidi, Hoffnung auf eine baldige Einigung. »Der Frieden ist zum Greifen nah«, schrieb er nach einem Treffen mit US-Vizepräsident JD Vance auf X. Er freue sich auf »weitere und entscheidende« Fortschritte in den kommenden Tagen.

Iran hat in den Verhandlungen nach Darstellung von al-Bussaidi zugesichert, dass das Land niemals über nukleares Material zur Herstellung einer Atombombe verfügen wird. Diese Vereinbarung sei der wichtige Erfolg in den laufenden Verhandlungen, sagte der Außenminister des Golfstaats Oman in einem Interview des US-Fernsehsenders CBS News. In einem Abkommen würde Iran sich demnach verpflichten, »null» atombombenfähiges Nuklearmaterial anzuhäufen. »Null Lagerung und vollständige Überprüfung«, fügte al-Bussaidi hinzu.

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Bei den Verhandlungen geht es vornehmlich um das umstrittene iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans Regierung bestreitet entsprechende Absichten, zeigte sich jedoch bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert die Führung in Teheran die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen.

Im Falle eines Abkommens würde Iran nach Darstellung al-Bussaidis der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vollen Zugang zu seinen Atomanlagen gewähren. Er sei ziemlich zuversichtlich, »dass auch US-Inspektoren irgendwann Zugang erhalten werden«, fügte er hinzu. Innerhalb von 90 Tagen könnten Themen wie Lagerbestände, Verifizierung, Kontrollen, Zugang zu Standorten und Bewertung vollständig angegangen werden.

US-Präsident Donald Trump sagte unterdessen bei einem Besuch in Texas, er verlange, dass in Iran keinerlei Urananreicherung stattfinde, auch nicht zur zivilen Nutzung. »Ich sage: keine Anreicherung«, betonte Trump. Mit dem bisherigen Verlauf der Atomgespräche zeigte er sich »nicht glücklich«. »Sie wollen die entscheidenden Worte nicht sagen: 'Wir werden keine Atomwaffen haben'«, sagte Trump am ‌Freitag (Ortszeit) in Texas.

Nachdem die jüngste Verhandlungsrunde am Donnerstag in Genf ohne ‌Einigung zu Ende ​gegangen ‌war (mehr dazu hier ), hatte sich der US-Präsident ‌deutlich ​enttäuscht gezeigt. Er sei nach wie vor offen für ​eine ⁠Vereinbarung, schließe militärische Gewalt ​aber nicht ​aus, so Trump.

Mehr zum drohenden US-Angriff auf Teheran: Wie Iran zurückschlagen könnte 

Trump hatte der Führung in Iran in den vergangenen Wochen mehrfach mit einem US-Militäreinsatz gedroht. Er hat Teheran eine Frist bis Anfang März gesetzt, um sich mit Washington auf ein neues Atomabkommen zu einigen. Um den Druck auf Iran zu erhöhen, haben die USA in den vergangenen Wochen ihre Militärpräsenz in der Region deutlich verstärkt und zwei Flugzeugträger sowie mehr als ein Dutzend weitere Kriegsschiffe in die Region verlegt.

Zur Frage, ob nun ein US-Angriff bevorstehe, sagte Präsident Trump am Freitag in Washington: »Wir haben noch keine abschließende Entscheidung getroffen.« Nach vorherigen Angaben erwägen die USA einen begrenzten Einsatz.

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