Donald Trump Trump will für Dienstag geplanten Angriff auf Iran gestoppt haben – »sehr positive Entwicklung« bei Gesprächen

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»Sehr positive Entwicklung« bei Gesprächen Trump will für Dienstag geplanten Angriff auf Iran gestoppt haben

Die USA hatten offenbar vor, Iran erneut anzugreifen. Präsident Trump erklärt die Operation nun für aufgeschoben – und stellt bei den Gesprächen mit Teheran eine Einigung in Aussicht. Unter einer Bedingung. Der Überblick.

19.05.2026, 04.45 Uhr

US-Präsident Trump
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Foto: Jim Lo Scalzo / EPA

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Donald Trump sieht nach eigener Aussage Fortschritte bei Gesprächen mit Iran. Verbündete im Nahen Osten hätten ihm gesagt, sie seien »sehr nah dran, eine Einigung zu erzielen«, sagte Trump am Montag bei einer Veranstaltung im Weißen Haus.

Die Entwicklung habe ihn überzeugt, einen geplanten Militärangriff auf Iran aufzuschieben, sagte Trump. »Es ist eine sehr positive Entwicklung, aber wir werden sehen, ob daraus etwas wird«, fügte er hinzu.

Der US-Präsident stellte Iran eine Einigung in Aussicht, wenn das Land auf Atomwaffen verzichtet. Die USA seien voraussichtlich zufrieden, ‌wenn ein ​Abkommen ‌erzielt werden könne, das die Regierung in Teheran am Erwerb von Nuklearwaffen hindere, ‌sagt Trump.

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Der US-Präsident hatte zuvor in seinem Onlinedienst Truth Social geschrieben, die Golfstaaten Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate hätten ihn gebeten, einen für Dienstag geplanten US-Angriff auf Iran wegen neuer Gespräche mit Teheran aufzuschieben. Er habe Verteidigungsminister Pete Hegseth, Generalstabschef Daniel Caine und das US-Militär daher angewiesen, einen bereits geplanten Angriff auf Iran nicht auszuführen.

US-Angriff »jederzeit« möglich

Trump ergänzte jedoch, die Streitkräfte sollten sich bereithalten, »jederzeit einen umfassenden, groß angelegten Angriff auf Iran auszuführen, falls keine akzeptable Einigung zustande kommt«. Trump hatte Iran am Sonntag erneut mit Vernichtung gedroht, sollte Teheran dem US-Vorschlag für ein Ende des Krieges nicht zustimmen.

Bislang war nicht öffentlich bekannt, dass die USA am Dienstag angreifen wollten. Es ​ist auch nicht klar, ob Trump den Angriff tatsächlich plante. Der US-Präsident hat schon wiederholt erklärt, die Zeit für Iran laufe ab. ⁠Politische Beobachter hatten indes darauf ⁠verwiesen, dass ein erneuter US-Angriff auf Iran viele Risiken berge und die islamische Republik nicht unbedingt in die Knie zwingen müsse.

US-Admiral Brad Cooper an Bord des Kriegsschiffs »USS Tripoli« bei Einsatz im Nahen Osten (3. Mai)

US-Admiral Brad Cooper an Bord des Kriegsschiffs »USS Tripoli« bei Einsatz im Nahen Osten (3. Mai)

Foto: Senior Chief Petty Officer Amanda Dunford / REUTERS

Iran hatte den USA zuvor offenbar ein neues Gesprächsangebot gemacht – laut einem Sprecher des iranischen Außenministeriums über den Vermittler über Pakistan. Ein pakistanischer Insider dämpfte jedoch zunächst die Erwartungen. Beide Seiten würden ihre Bedingungen ständig ändern, sagte er.

Streitpunkte Uran und Geld

Das neue iranische Angebot ähnelt einem hochrangigen Insider aus Teheran zufolge in vielen Punkten einer früheren ‌Offerte, die Trump in der vergangenen Woche noch als »Müll« zurückgewiesen hatte. Im Mittelpunkt stünden zunächst ein Ende des Krieges, die Wiedereröffnung der Straße von Hormus sowie die Aufhebung von maritimen Sanktionen. Streitfragen zum iranischen Atomprogramm und zur Urananreicherung ‌sollten auf spätere Verhandlungsrunden verschoben werden.

Die USA seien Iran aber entgegengekommen und hätten zugestimmt, ein Viertel der eingefrorenen iranischen ‌Gelder in Höhe von zweistelligen Milliardenbeträgen freizugeben, sagte der Insider. Iran fordert die Freigabe ‌aller Vermögenswerte. Zudem habe Washington ​mehr Flexibilität bei der friedlichen nuklearen Nutzung unter Aufsicht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) signalisiert. Die US-Regierung bestätigte diese Angaben zunächst nicht. Einen Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim, wonach die ​USA einer Aussetzung der Ölsanktionen während der Verhandlungen zugestimmt hätten, wies ein US-Vertreter ⁠als falsch zurück.

Neue Gebühren in der Straße von Hormus?

Unterdessen haben die iranischen Revolutionswächter damit gedroht, künftig auch Gebühren für die durch die Straße von Hormus verlaufenden Internet-Unterwasserkabel zu erheben. Jede Unterbrechung des Datenflusses durch diese Glasfaserkabel könne die Weltwirtschaft »Hunderte Millionen Dollar pro Tag« kosten, warnten sie am Montag im Onlinedienst Telegram. Die Revolutionswächter haben die Straße von Hormus bereits für den Schifffahrtsverkehr de facto gesperrt.

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Vor dem Irankrieg konnten Schiffe die Meerenge kostenfrei passieren. Dies soll nach Angaben Teherans nicht so bleiben. Im April gab Iran an, erste Mautgebühren für das Befahren der Straße von Hormus erhalten zu haben. Berichten zufolge kommen seitdem vereinzelt Schiffe durch die für die Weltwirtschaft wichtige Meerenge, wenn diese vorher eine Maut an Teheran zahlen.

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