Unweit der US-Hauptstadt soll die zweite kugelförmige Veranstaltungsarena der US-Firma Sphere entstehen. Es wäre die Dritte der Welt. Anders als die erste Sphere in Las Vegas und die Zweite, die in Abu Dhabi geplant wird, soll die neue im US-Bundesstaat Maryland aber deutlich kleiner werden und lediglich 6000 Sitze bieten. Die Arenen in Originalgröße fassen dagegen je nach Veranstaltung bis zu 20.000 Menschen. Technisch soll die Arena jener aus Las Vegas in nichts nachstehen und auch über das gigantische Display auf der Außenhülle verfügen. Der Bau der neuen Sphere in einem Immobilienprojekt namens National Harbor unweit von Washington D.C. soll laut den Verantwortlichen mit staatlichen und privaten Geldern unterstützt werden, die Rede ist von insgesamt 200 Millionen US-Dollar.
Kleiner, aber genauso viele Pixel
Die Sphere in Las Vegas wurde 2023 eröffnet, mit dem kugelförmigen Display auf der Außenwand und einem riesigen Rundum-Display im Inneren zieht sie noch immer viele Menschen an. Insgesamt hat der Bau des angeblich größten kugelförmigen Gebäudes der Welt 2,3 Milliarden US-Dollar gekostet. Das auf der Außenwand des 110 m hohen Gebäudes angebrachte LED-Display hat eine Gesamtfläche von fast 54.000 m2. Das fast 15.000 m² große Display im Inneren kann dank 170 Millionen Pixel 16k × 16k anzeigen. Auch wenn die dritte Sphere in Maryland jetzt merklich kleiner werden soll, soll der riesige Bildschirm im Inneren eine genauso hohe Auflösung bekommen.
Ob die Sphere in National Harbor wirklich entsteht, muss sich aber noch zeigen: Nach der Eröffnung der Arena in Las Vegas war bereits eine zweite Kugelarena in London angekündigt worden. Die sollte sogar noch größer werden und einen Nachtklub enthalten. Vor zwei Jahren wurde das Projekt dann aber gekippt. Widerstand hatte es sogar vom dortigen Bürgermeister gegeben. Sadiq Khan hatte damals erklärt, dass die immense Lichtbelastung durch das Gebäude den dort lebenden Menschen nicht zuzumuten sei. Im Herbst 2024 hat Sphere Entertainment dann die Pläne für eine zweite Sphere in Abu Dhabi öffentlich gemacht. Die soll ebenfalls eine Kapazität von 20.000 Menschen bekommen.
(mho)












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