Der Schauplatz der Geschichte: die deutsche Provinz, ein 6000-Seelen-Örtchen, idyllisch gelegen zwischen Weinbergen an der Mosel. In einem ehemaligen Nato-Bunker entsteht hier Mitte der Zehnerjahre ein mächtiger Knotenpunkt der internationalen Cyberkriminalität. Über die Server des sogenannten Cyberbunkers werden Drogen aller Art verkauft, Kreditkartendaten, sogar massive Cyberangriffe werden darüber verübt.
Der selbst ernannte König des Cyberbunkers, Mister X, und eine bunte Truppe aus IT-Enthusiasten rufen gar eine eigene Republik aus, geben sich selbst Fantasietitel – und wähnen sich außerhalb der Rechtsprechung klassischer Nationalstaaten. Währenddessen werden immer mehr Anbieter der Netzunterwelt ihre Kunden.
Der zuständige Oberstaatsanwalt wird später sagen, man habe auf den Servern keine einzige legale Seite gefunden.
2020 hat der SPIEGEL die Geschichte des Cyberbunkers gemeinsam mit dem NDR recherchiert. Das Team hat mit Insidern gesprochen, Akten ausgewertet und umfangreich berichtet .
In der neuen Folge von »Firewall« rekonstruiert SPIEGEL-Redakteur Marcel Rosenbach, welches Risiko die Ermittelnden im Laufe der Operation eingehen und welche Rolle ein mysteriöser Mister Green spielt, der regelmäßig im Bunker auftaucht. Denn plötzlich ging es um weit mehr als eine Darknet-Drehscheibe, plötzlich gab es Spuren zur Organisierten Kriminalität.
Nicht nur der Ort des Verbrechens ist ungewöhnlich, auch die Ermittlungen sind besonders. Um die Machenschaften aufzudecken, überwachen die Behörden nicht nur die Mobiltelefone der Verdächtigen, sondern zeitweise den gesamten Internetverkehr des Bunkers. Dann locken die Ermittler die Truppe mit einer Finte in eine Falle.
Hören Sie hier die Folge:
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Über den Podcast »Firewall«
Wenn Systeme versagen, wollen alle wissen: Wie war das möglich? Darum geht’s bei »Firewall«.
Mehr Folgen von »Firewall«
Der Podcast erzählt zum Beispiel, wie russische Geheimdienste einen deutschen Agenten zum Maulwurf machten. Wie Wirecard-Betrüger Jan Marsalek entkommen konnte. Oder mit welchen Tricks Scam-Farmen Tinder-Nutzer ausbeuten.
Gemeinsam mit SPIEGEL-Reporterinnen und Reportern sucht Host Sandra Sperber nach Schwachstellen in Systemen und deckt auf, wer diese Lücken ausnutzt.
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Mitarbeit: Jerrit Schmidtke