Nun stellt sich Gauff offenbar dieselbe Frage wieder und berichtete in Stuttgart von weiteren Zwischenfällen, bei denen ihre Privatsphäre missachtet worden sei. Gauff: »Es geht darum, zu kontrollieren, was gezeigt wird und was nicht. Wir haben viele private Momente. Ich bete vor jedem Match. Ich musste die Kameras bitten, das nicht aufzunehmen.«
Zverev beim Entsperren des Handys gefilmt
Als weiblicher Tennisprofi sei es heute kaum möglich, männliche Kollegen zu treffen, ohne dabei ebenfalls von Kameras verfolgt zu werden. »Ich bin froh, dass ich vielleicht eine Diskussion angestoßen habe. Ich finde definitiv, dass es damals zu weit gegangen ist«, so Gauff. »Ich finde den Kraftraum in Ordnung, aber in den Gängen und anderen Orten...«
Mit ihrer Kritik an intimen und übergriffigen Aufnahmen hinter den Kulissen ist die Spielerin nicht allein. Alexander Zverev, 28, etwa war dabei gefilmt worden, wie er am Smartphone seinen Entsperrcode eingetippt hatte. Bei den BMW Open in München sagte er, dass er von Freunden per Kurznachricht darauf hingewiesen worden sei, dass man es im Fernsehen sah. »Das ist mir zu viel«, so der Hamburger.
Wie es heißt, sollen in Stuttgart nun andere Standards gelten. Auf Nachfrage bestätigte der Veranstalter laut »Bild«-Zeitung: »Wir haben Kameras nur auf dem Platz und in unsensiblen Bereichen. Nicht einmal im Kraftraum sind Kameras, um die Spielerinnen zu beobachten.«

vor 2 Stunden
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