In China ist die Geburtenrate auf den niedrigsten Stand seit dem Beginn der Aufzeichnungen vor fast 80 Jahren gefallen. Mit 7,92 Millionen neu geborenen Kindern im vergangenen Jahr lag die Rate bei 5,63 Geburten pro 1000 Einwohner, wie das nationale Statistikamt mitteilte. Die Geburtenrate ist damit so niedrig wie noch nie seit der Gründung der Volksrepublik im Jahr 1949.
Die bis dahin niedrigste Geburtenrate war 2023 verzeichnet worden – damals gab es mit 9,02 Millionen Neugeborenen eine Geburtenrate von 6,39 pro 1000 Einwohnern.
China verzeichnete 2025 zudem bereits im vierten Jahr in Folge einen Bevölkerungsrückgang. Mit 11,31 Millionen Toten lag die Sterberate im vergangenen Jahr bei 8,04 pro 1000 Einwohner.
Um dem Bevölkerungsrückgang entgegenzuwirken, führte die Regierung Maßnahmen ein. Dazu zählte unter anderem die bessere finanzielle Unterstützung von Eltern sowie höhere Steuern für Kondome. Auch die Zahl der Hochzeiten ging auf ein Rekordtief zurück.
Einkindpolitik 2016 abgeschafft
Für China, das für sein Wirtschaftswachstum viele Arbeitskräfte braucht, ist der Bevölkerungsrückgang ein großes Problem. Die chinesische Bevölkerung könnte laut Berechnungen der Vereinten Nationen von heute 1,4 Milliarden Menschen bis zum Jahr 2100 auf 800 Millionen schrumpfen.
China hatte im Jahr 2016 seine Einkindpolitik abgeschafft, die in den frühen Achtzigerjahren zur Kontrolle des schnellen Bevölkerungswachstums eingeführt worden war. Seit 2021 dürfen Paare drei Kinder haben.

vor 2 Stunden
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