Drei Teenager aus dem US-Bundesstaat Tennessee haben eine Klage gegen Elon Musks Firma xAI eingereicht, weil der Chatbot Grok von ihnen sexualisierte Bilder angefertigt haben soll. Mit der Sammelklage vor einem Bundesgericht in San José wollen die Klägerinnen erreichen, dass der Plattform eine Mitverantwortung für die mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugten Bilder zugewiesen wird. Zwei der Klägerinnen sind noch minderjährig.
Die »Washington Post« hatte zuerst über den Fall berichtet . Demnach ermittelt die Polizei gegen einen Mann, der gezielt Bilder von Jugendlichen mithilfe der KI-Plattform Grok verändert haben soll, um gefälschte Nacktaufnahmen oder andere sexualisierte Bilder zu produzieren.
Einer Klägerin soll laut Klage ein Link zu einer Discord-Gruppe zugespielt worden sein, in der sexualisierte Bilder von 18 anderen Minderjährigen verbreitet worden sein sollen, viele kannte sie demnach von ihrer Schule. Laut Klageschrift landeten die Motive auch in einschlägigen Telegram-Gruppen, in denen Pädokrimelle Missbrauchsdarstellungen tauschen.
Musk lehnte Verantwortung ab
Seit einem Update des KI-Bots von xAI Ende Dezember konnten mit Grok freizügige, teils pornografische, Deepfakes kreiert werden. Mit dem Chatbot konnten laut Berichten auch echte Personen in Bikinis oder sexualisierte Posen montiert werden. Die Zustimmung der Betroffenen war dazu nicht notwendig, Folge war eine wahre Flut nichtkonsueller Bilder.
Elon Musk hatte zunächst die Erstellung sexualisierter Motive gefördert. Nach zunehmender Kritik bestritt der Milliardär Kenntnis von illegalen Inhalten und wies die juristische Verantwortung schließlich den Nutzern von Grok zu. Die Erstellung sexualisierter Bilder wurde auf verschiedene Weise eingeschränkt, erste Maßnahmen erwiesen sich aber als nicht ausreichend .
Die Klägerinnen wollen erreichen, dass der Milliardär und seine Firma für die erlittenen Schäden direkt haften müssen. »Elon Musk und xAI haben Grok bewusst so konzipiert, dass es sexuell eindeutige Inhalte zu finanziellen Zwecken produziert, ohne Rücksicht auf die Kinder und Erwachsenen, denen dadurch Schaden zugefügt wird«, erklärt die Anwältin Annika Martin, die eine der Klägerinnen vertritt. Neben Schadensersatz in ungenannter Höhe verlangen diese, dass xAI bestimmte Geschäftspraktiken untersagt werden. Das Unternehmen selbst reagierte bisher nicht auf Anfragen der Nachrichtenagentur Reuters.

vor 1 Stunde
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