Cem Özdemir heriatet Flavia Zaka am Valentinstag im Tübinger Rathaus

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An einem 14. Februar zu heiraten, kann verschiedene Gründe haben. Ein symbolischer Ansatz, der die Liebe unterstreichen soll. Oder ein pragmatischer, der dafür sorgt, dass man den eigenen Hochzeitstag nicht vergisst, wenn im Februar Blumen und Pralinen teurer werden. Feststeht: Der Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir, 60, und seine Partnerin Flavia Zaka, 40, haben sich in Tübingen am Valentinstag vermählt – und das zu nachtschlafender Zeit.

»Wir haben uns heute, am 14. Februar, kurz nach Mitternacht im Tübinger Rathaus das Ja-Wort gegeben und sind sehr glücklich darüber«, ließ Özdemir am Samstag über seine Sprecherin mitteilen. »In turbulenten Zeiten wollen wir als Familie zusammenstehen. Gefeiert haben wir im kleinsten Kreis.«

Getraut von einem (Ex-Partei-)Freund

Dass der inzwischen parteilose Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer die Trauung durchführte, hat wiederum Beziehungsgründe: Der Rathauschef ist der Sprecherin Özdemirs zufolge ein langjähriger Freund der Familie.

Profan wäre die Vermutung, dass der ehemalige Bundesminister Özdemir und seine Partnerin den Termin aus PR-Gründen bewusst in die heiße Phase des baden-württembergischen Wahlkampfs gelegt haben. Özdemir möchte am 8. März Nachfolger von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) werden.

Denn dass das keine großen Vorteile für Özdemir mit sich bringen würde, hatte kurz vor dem Ja-Wort bereits die Wissenschaft festgestellt. So sagte Frank Brettschneider, der als Kommunikationswissenschaftler an der Universität Hohenheim in Stuttgart lehrt, der dpa im Vorfeld, dass Özdemir von diesem Termin im Wahlkampf nicht profitieren würde. »Seine Bekanntheit muss Özdemir nicht erhöhen, insofern glaube ich nicht, dass es ihm viel hilft«, so Brettschneider gegenüber der Agentur.

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