Miserable Werte für die Union von Bundeskanzler Friedrich Merz: Die AfD kann einer neuen Umfrage zufolge ihren Abstand ausbauen. Im neuen „Sonntagstrend“ des Instituts Insa im Auftrag der „Bild“ gewinnt die rechte Partei unter den Co-Chefs Alice Weidel und Tino Chrupalla einen Punkt hinzu und kommt auf 27 Prozent. Damit ist der Abstand zu CDU/CSU nach Angaben der Zeitung so groß wie noch nie in dieser Umfrage.
Denn die Union verliert einen Punkt und landet bei 24 Prozent. Es ist der schwächste Wert seit mehr als drei Monaten. Unter CDU-Chef Merz liegt die Union wieder auf dem Niveau der Bundestagswahl 2021.
Unverändert bleiben die Werte der früheren Ampel-Parteien SPD (14 Prozent), Grüne (13 Prozent) und FDP (3 Prozent). Die Liberalen wären wie das BSW, das einen Punkt auf 3 Prozent verliert, weiter nicht im Bundestag vertreten.
Die Linke gewinnt einen Punkt und kommt auf 11 Prozent. Sonstige Parteien kommen zusammen unverändert auf 5 Prozent. Elf Prozent der Stimmen gehen damit an Parteien unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde – und fallen damit komplett raus.
Schwierige Lage für die Union von Merz
Mit diesen Werten wären aktuell weder eine schwarz-rote Koalition aus Union und SPD noch ein rot-grün-rotes Bündnis möglich. Ohne eine Zusammenarbeit mit der AfD bleiben praktisch nur noch komplizierte Dreier-Koalitionen – etwa Union und SPD gemeinsam mit Grünen oder Linkspartei. Insa-Chef Hermann Binkert sagte der Zeitung: „Und die beiden linken Parteien im Bündnis wären zusammen stärker als die CDU/CSU alleine.“
Auch in dem am Freitag veröffentlichten „Politbarometer“ von ZDF und Tagesspiegel war die AfD erstmals stärkste Kraft geworden. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU laut Forschungsgruppe Wahlen auf 25 Prozent (minus 1) und die AfD läge unverändert bei 26 Prozent. Auch andere Forschungsinstitute sahen die AfD zuletzt in Führung – bei YouGov lag der Abstand zuletzt sogar bei 4 Prozentpunkten (AfD 27, Union 23 Prozent).
Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.
Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang. (lem)

vor 2 Stunden
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