Es läuft bei Dynamo Dresden. Nicht nur sportlich. Der Drittligist verfügt nun erstmals über eigenen Grund und Boden.

Trainiert nun auf eigenem Grund und Boden mit der SGD: Christoph Daferner. IMAGO/Hentschel
Das fünfte Mal in dieser Saison über 30.000 Zuschauer im Rudolf-Harbig-Stadion, 2:0 gegen den SV Wehen Wiesbaden, der sich damit endgültig aus den vorderen Regionen verabschiedet, Rang 1 untermauert und den Vorsprung auf Platz 3 auf fünf Punkte ausgebaut: Es herrscht eitel Sonnenschein in Dresden.
"Der Sieg fühlt sich sehr gut an", meinte Christoph Daferner, der mit dem Treffer zum 2:0, seinem 16. Saisontor, den Sack vorzeitig zugemacht hatte, bei MagentaSport. "Vor allem nach der Länderspielpause, nach der du nie weißt, wie es weitergeht. Aber ich glaube, wir haben in der Länderspielpause gut gearbeitet. Das war ein solides Spiel, 2:0 gewonnen, wieder zu Null gespielt und zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht."
Auch Trainer Thomas Stamm war mit dem Auftritt seines Teams "sehr zufrieden" und lobte die Effizienz. "Aber wenn du über 90 Minuten die Qualität der Chancen nimmst, ist es verdient." Die SGD ist nach zwei vergeblichen Anläufen auf dem Weg, in die 2. Bundesliga zurückzukehren.
Und Dynamo sorgt auch außerhalb des Platzes für positive Schlagzeilen. So hat der Drittligist vorzeitig das Trainingszentrum erworben, das ursprünglich bis 2045 angemietet war. "Dieser Tag stellt einen ganz besonderen Moment für unseren Verein dar, der nun zum ersten Mal in seiner Historie über eigenen Grund und Boden verfügt", freute sich David Fischer, SGD-Geschäftsführer Kommunikation.
"Neben dem erheblichen finanziellen Vorteil, den der vorzeitige Kauf mit sich bringt, wurde mit dieser Anlage in Steine investiert, die durch die fantastischen Rahmenbedingungen auf Bundesliga-Niveau langfristig eine optimale sportliche Entwicklung ermöglichen", fügte Fischer an, der sich über eine wirtschaftliche Entlastung in Millionenhöhe freut. Über den Kaufpreis machte der Verein indes keine Angaben.
Elementarer Baustein
Die AOK PLUS Walter-Fritzsch-Akademie, seit Sommer 2020 im Betrieb, ist für Fischer "ein elementarer Baustein für den sportlichen Erfolg unserer Mannschaften". Sie ist die sportliche Heimat von Dynamos Profiteam und den Nachwuchsmannschaften im Leistungsbereich.
nik