Belohnung für gefundene Sicherheitslücken in Fediverse-Software ausgelobt

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Eine gemeinnützige Organisation aus den USA will im Rahmen eines Versuchs Belohnungen für die Entdeckung und verantwortungsvolle Offenlegung von Sicherheitslücken in Software des Fediverse bezahlen. Wie die Nivenly Foundation sollen an Individuen, je nach Schweregrad der gefundenen Lücken, 250 oder 500 US-Dollar bezahlt werden. Insgesamt stehen dafür bis Ende September 5000 US-Dollar zur Verfügung. Danach soll entschieden werden, ob und wie das Programm fortgeführt werden soll. Von dem Experiment sollen Projekte wie Mastodon, Pixelfed, Peertube, Misskey, Lemmy, Diaspora und andere profitieren.

Der Versuch geht auf den Fund einer Sicherheitslücke bei Pixelfed zurück, für deren Behebung die Organisation bereits Geld bezahlt hat, berichtet TechCrunch. Erst vor wenigen Tagen hat sich der Pixelfed-Entwickler Daniel Supernault öffentlich für den Umgang mit einer weiteren Lücke entschuldigt, die er zwar rasch geschlossen habe, dabei aber nicht richtig vorgegangen sei. Ein Ziel des Experiments der Nivenly Foundation sei es deshalb auch, den Verantwortlichen für Fediverse-Software dabei zu helfen, etablierte Praktiken beim Umgang mit Sicherheitslücken zu befolgen. Die Voraussetzungen für die Teilnahme an dem Versuch hat die Organisation in einem Text zusammengefasst.

Als Fediverse wird ein Verbund aus unterschiedlichen sozialen Netzwerken bezeichnet, die über das Kommunikationsprotokoll ActivityPub verknüpft sind. Als bekanntester Teil hat sich in den vergangenen Jahren der Kurznachrichtendienst Mastodon etabliert, der sich am alten Twitter orientiert. Es gibt aber auch Dienste, die wie das frühere Instagram Fotos in den Mittelpunkt stellen (Pixelfed), einen sozialen Austausch wie auf Facebook (Friendica) ermöglichen sollen oder eine Alternative zu Reddit etablieren wollen (Lemmy). Für die Software sind meist kleine Teams oder Einzelpersonen verantwortlich, denen die Nivenly Foundation nun unter die Arme greifen will.

(mho)

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