Bald inkompatible Intel-Apps: macOS 27 hat neue Übersicht

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Das Intel-Ende vollzieht sich bei Apple in Schritten: Zuerst sorgt macOS 27 im Herbst dafür, dass Macs erstmals seit dem x86-Switch im Jahr 2006 nur noch dann das neueste Betriebssystem erhalten, wenn sie mit Apple Silicon laufen. Danach, mit macOS 28 im Herbst 2027, ist dann auch mit Intel-Apps an sich auf dem Mac Schluss, die bislang noch mit der Übersetzungsschicht Rosetta 2 lauffähig sind. Während Apple schon heute vor solchen Programmen warnt, gab es bislang vom Hersteller selbst kein Werkzeug, das alle betroffenen Apps zusammenfasste. Das ändert sich nun.

Mit macOS 27 alias Golden Gate führt Apple eine leicht zu verstehende Übersicht ein, die alle auf dem Mac entdeckten x86-Apps auflistet. Das Feature ist Teil der Systemeinstellungen und ist dort unter „Allgemein“ und „Über diesen Mac“ zu finden. Der Bereich Intel-Apps enthält hier eine neue Detailansicht. Diese zeigt sowohl Apps, die während des vergangenen Jahres geöffnet wurden, als auch zusätzliche Apps und Komponenten mit x86-Code, die auf dem Mac noch vorhanden sind.

Dazu fasst Apple die Intel-Strategie nochmals zusammen und schreibt deutlich, dass Apps, die Rosetta (2) nutzen, mit macOS 28 nicht mehr lauffähig sein werden. „Die folgenden Apps müssen [daher] für Apple Silicon aktualisiert werden.“ Apple verweist dann auf die Entwickler (bei denen womöglich Updates bereits vorliegen) und verlinkt ein Supportdokument.

Die neue Ansicht soll es auch erleichtern, Apps gegebenenfalls zu löschen. Außerdem können Nutzer vorhandene, unabhängige Checks und Prüf-Apps verwenden. Am bekanntesten sind hier Rosetta Check und dessen passende Website, die aktuell über 26.000 betroffene Anwendungen listet, geprüft anhand von rund 6000 im Betrieb befindlichen Macs.

Apples Intel-Ende für macOS ist ein bewusster Schritt. Der Konzern könnte vermutlich problemlos, wenn er denn wollte, Rosetta 2 weiterpflegen. Es dürfte auch auf späteren Apple-Silicon-Maschinen laufen und arbeitet zudem sehr schnell – es gibt diverse Intel-Apps, die unter Apple Silicon performanter sind als auf Intel-Macs selbst. Doch Apple will augenscheinlich, dass alle Apps in die Apple-Silicon-Welt (und damit ARM) wechseln. Bei macOS 27 hat das Intel-Ende zumindest einen Vorteil: Code für die eingestellte Plattform muss nicht mehr mitgeschleppt werden, was das Gesamtsystem performanter machen soll.

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(bsc)

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