Austria First: Das Beste der 80er, 90er und von ganz rechts
vor 18 Stunden
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Gefährlich eingängig: Die FPÖ startet ein Radio, das sehr langweilig ist und gerade deshalb interessant – besonders für deutsche Hörer.
18. Januar 2026, 19:05 Uhr
Artikelzusammenfassung
Der neue Partei-Radiosender der FPÖ, Austria First, bietet ein Wochenende lang einen generischen Klangteppich aus Popmusik und rechter Propaganda. Die FPÖ hat sich über die Jahre ein eigenes Medienuniversum aufgebaut, das nun um ein Radio erweitert wird. Mit sanft eingestreuten Ideologiestückchen und charmanten Moderatoren wie Herbert Kickl soll Austria First patriotisch gesinnte Hörer begleiten. Doch die Beliebigkeit des Senders und das Fehlen österreichischer Musik lassen Zweifel an seinem Erfolg aufkommen. Austria First mag musikalisch an erster Stelle stehen, aber inhaltlich bleibt es eher an letzter Stelle.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Es dauert – wir wollen hier ehrlich sein – keine Viertelstunde, bis man mitsummt beim "Patriotenradio". Was soll man auch tun, wenn sie ein Brett nach dem anderen spielen: erst der breite Groove von Don't Bring Me Down von Electric Light Orchestra, dann All That She Wants von Ace of Base. Musikalische Allzweckwaffen seit 30 Jahren, Widerstand dagegen ist zwecklos. Egal auf welchem Sender.
Es ist eine – besonders für deutsche Hörerinnen und Hörer – aufschlussreiche Erfahrung, sich fast ein ganzes Wochenende lang Austria First anzuhören, den neuen Partei-Radiosender der stramm rechten, österreichischen FPÖ. Es tut nämlich (fast) gar nicht weh. Gerade deshalb bleibt man zurück mit einem starken Gefühl der Beklemmung.