Arbeiterklasse in China: Die Wut von Chinas Werktätigen

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© Xu Duo/​Mark Claus/​unsplash.com

Aus der Serie: Lu erklärt China

In China wächst die Kluft zwischen Privilegierten und Arbeiterschaft. Partei und Behörden reagieren darauf mit Ignoranz und Propaganda. Doch nun regt sich Widerstand.

26. Mai 2026, 18:20 Uhr

 Mitarbeiter von Textilfabriken werben in der südchinesischen Stadt Guangzhou um Arbeiterinnen und Arbeiter, April 2026
Mitarbeiter von Textilfabriken werben in der südchinesischen Stadt Guangzhou um Arbeiterinnen und Arbeiter, April 2026 © Jade Gao/​AFP via Getty Images

Franka Lu ist eine chinesische Journalistin und Unternehmerin. Sie arbeitet in China und Deutschland. In dieser ZEIT-Serie berichtet sie kritisch über Leben, Kultur und Alltag in China. Um ihr berufliches und privates Umfeld zu schützen, schreibt sie unter einem Pseudonym.

Chinas Regierung hat mit einer Propagandaaktion jüngst einen unerwarteten Rückschlag erlitten. Ende April hatte das chinesische Ministerium für Staatssicherheit (MSS) eine Erklärung veröffentlicht, in der es einer ungenannten ausländischen Organisation vorwirft, Influencer der »Flachliegen«-Bewegung in großem Ausmaß finanziert zu haben. Das Flachliegen, lying flat, ist eine Protesthaltung unter jungen Menschen, in der bewusst den Erwartungen der Eltern, der Unternehmen oder des Regimes nicht nachgekommen wird – man will sich nicht zum Werkzeug anderer machen.

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