Am 9. März explodiert vor der Synagoge in Lüttich ein Sprengsatz, der die Scheiben der umliegenden Gebäude bersten lässt. Sechs Tage später brennt es vor der Synagoge in Rotterdam. Es folgen Anschläge auf jüdische Schulen, auf Ambulanzen einer jüdischen gemeinnützigen Organisation in London und auf das jüdische Viertel in Antwerpen. Ermittler vermuten auch einen Zusammenhang mit einem versuchten Sprengstoffanschlag auf die Pariser Niederlassung der US-Großbank Bank of America. Es sind Attacken, bei denen keine Menschen verletzt werden und nur geringer Sachschaden entsteht, die aber die Frage aufwerfen, ob der Angriff der USA und Israels auf Iran zu einer neuen Welle islamistischen Terrors in Europa führen könnte.
Bekannt zu den Anschlägen hat sich eine Gruppe mit dem sperrigen Namen Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia (HAYI), was mit „Islamische Bewegung der Gefährten des Rechts“ zu übersetzen ist. Auf Kanälen im Nachrichtendienst Telegram, in denen sonst vor allem proiranische schiitische Milizen im Irak ihre Propaganda verbreiten, übernimmt HAYI die Verantwortung für die Taten, die nach ihren Angaben gegen „zionistische Interessen“ gerichtet seien. Seitdem fragen sich Experten, ob es die Gruppe wirklich gibt? Oder ob sie lediglich eine Tarnung des iranischen Regimes ist, das ähnlich wie Russland in Europa mit der sogenannten hybriden Kriegsführung beginnen könnte.










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