Aleppo: Tausende flüchten vor möglicher Offensive gegen Kurden in Syrien

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Im syrischen Aleppo wachsen die Spannungen zwischen Regierung und Kurden. In umliegenden Orten sind Tausende auf der Flucht. Sie fürchten Angriffe der Armee.

16. Januar 2026, 16:19 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AP,

Nach Angaben der syrischen Behörden sind tausende Menschen aus dem östlichen Umland von Aleppo geflohen. Sie wollen den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und der überwiegend kurdischen Miliz SDF (Syrian Democratic Forces) entgehen. Betroffen sind vor allem die Orte Deir Hafir und Maskana, aus denen rund 4.000 Menschen geflüchtet sein sollen.

In Aleppo, einer der größten Städte Syriens, kam es in der vergangenen Woche zu Kämpfen in Stadtteilen, die bisher von Kurden kontrolliert wurden. Der Konflikt entstand, weil die syrische Übergangsregierung die bislang weitgehend selbstständigen kurdischen Verwaltungen in die staatliche Ordnung eingliedern wollte. Die Kurden widersetzten sich diesem Schritt, was zu gewaltsamen Auseinandersetzungen führte. Letztlich gelang es der Übergangsregierung, die kurdischen Stadtviertel militärisch unter ihre Kontrolle zu bringen.

Bisher kam es zwar nur vereinzelt zu Feuergefechten, aber Bewohner fürchten eine Offensive der Regierungstruppen, nachdem das Militär am Mittwochabend angekündigt hatte, Zivilisten könnten sich durch einen "humanitären Korridor" in Sicherheit bringen.

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