Academy Awards: 16 Oscar-Nominierungen für „Blood & Sinners“

vor 2 Stunden 2

Der Vampir-Horrorfilm „Blood & Sinners“ hat mit 16 Kategorien einen neuen Rekord für die meisten Oscar-Nominierungen aller Zeiten aufgestellt. Bei der Verkündung der Nominierten für die Oscar-Gala in der Nacht zum 16. März wurde der Film am Donnerstag in fast allen Kategorien aufgelistet, darunter die Königskategorie „Bester Film“. Regisseur Ryan Coogler kann sich auch Hoffnung auf die Auszeichnung als bester Regisseur machen.

Michael B. Jordan, der in „Blood & Sinners“ gegen übernatürliche Mächte und Rassisten kämpfende Zwillinge spielt, wurde als bester Hauptdarsteller nominiert. In der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ ist der Vampir-Film, der in den von Rassentrennung geprägten USA der Dreißigerjahre spielt, allerdings nicht vertreten. Dafür wurden aber Delroy Lindo und seine Kollegin Wunmi Mosaku als beste Nebendarsteller nominiert.

Ein Film mit deutscher Beteiligung

14 Gewinnchancen hatten in der langen Oscar-Geschichte der Klassiker „Alles über Eva“ von 1950, der „Titanic“-Blockbuster im Jahr 1998 und zuletzt das Film-Musical „La La Land“ (2017).

Trotz begeisterter Kritiken und seiner Auszeichnung in Cannes ist das deutsche Drama „In die Sonne schauen“ von Regisseurin Mascha Schilinski nicht für den Oscar als bester internationaler Film nominiert worden. Zu den fünf Filmen, die bei der Oscar-Gala in der Nacht zum 16. März um diesen Preis konkurrieren, gehört mit dem Familiendrama „Sentimental Value“ aber immerhin ein Film, an dem die deutschen Erfolgsproduzenten Maren Ade, Janine Jackowski und Jonas Dornbach beteiligt waren.

Die Geschichte von vier Mädchen und Frauen

Wie bei der Zeremonie der Oscar-Akademie am Donnerstag in Hollywood außerdem verkündet wurde, wurde zudem der brasilianische Beitrag „The Secret Agent“ ausgewählt und damit eine weitere Ko-Produktion mit deutscher Beteiligung. Außerdem kamen „Sirat“ aus Spanien und „Die Stimme von Hind Rajab“ aus Tunesien auf die Liste der Nominierten in der Kategorie „Bester internationaler Film“. Frankreich tritt mit „Ein einfacher Unfall“ des im Exil lebenden iranischen Regisseurs Jafar Panahi an.

„In die Sonne schauen“ hatte mit 14 weiteren Filmen auf der Oscar-Vorauswahlliste, der sogenannten Short List, für den besten internationalen Film gestanden. Das Drama erzählt die Geschichte von vier Mädchen und Frauen aus unterschiedlichen Epochen, deren Leben sich gegenseitig spiegeln.

Der in Deutschland geborene britische Komponist Max Richter hat mit seiner Musik zum Drama „Hamnet“ von Regisseurin Chloé Zhao Chancen auf einen Oscar. Er wurde von der Filmakademie als einer von fünf Anwärtern in der Sparte „Beste Filmmusik“ nominiert. Im Rennen sind unter anderem Ludwig Göransson („Blood & Sinners“), Jonny Greenwood („One Battle After Another“) und Alexandre Desplat („Frankenstein“).

Das bewegende Drama „Hamnet“ über die Familie Shakespeare dreht sich um Agnes (Jessie Buckley) und William Shakespeare (Paul Mescal), die den frühen Tod ihres elfjährigen Sohnes Hamnet verarbeiten müssen.

Der im niedersächsischen Hameln geborene Max Richter zog mit seinen Eltern als kleiner Junge nach Großbritannien. Er veröffentlichte Dutzende Soundtracks, darunter für die Filme „Waltz With Bashir“, „Die Fremde“, „Lore“ sowie für Volker Schlöndorffs Roman-Verfilmung „Rückkehr nach Montauk“.

Die Oscars werden am 15. März in 24 Sparten verliehen.

Gesamten Artikel lesen