250 Jahre USA: Donald Trump beschwört »Triumph der Freiheit über die Tyrannei«

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Am 4. Juli feierten die USA ihre Freiheit, sagt der US-Präsident in seiner Rede. Die würde man sich nicht nehmen lassen. Er warnte vor einer »kommunistischen Bedrohung«.

Quelle: DIE ZEIT, AFP, 5. Juli 2026, 7:06 Uhr

 Das Land feiere am 4. Juli »den Triumph der Freiheit über die Tyrannei«, sagte Trump in Washington.
Das Land feiere am 4. Juli »den Triumph der Freiheit über die Tyrannei«, sagte Trump in Washington. © Evan Vucci/​Reuters

In seiner Rede zum 250-jährigen Bestehen der USA hat Präsident Donald Trump vor einer angeblich drohenden Übernahme des Landes durch »Kommunisten« gewarnt. Das Land feiere am 4. Juli »den Triumph der Freiheit über die Tyrannei«, sagte Trump in Washington. Die Amerikaner würden sich die Freiheit nicht nehmen lassen. »Wir wollen keine Kommunisten in unserem Land.«

Trump bringt die US-Demokraten immer wieder in den Zusammenhang mit dem Kommunismus. Sie könnten bei den Zwischenwahlen im November die Mehrheit in beiden Parlamentskammern übernehmen.

Trump sprach vor tausenden jubelnden Anhängern, die, wie schon bei seinen Wahlkampfauftritten, »USA, USA« skandierten. Trump hatte bereits am Vorabend in einer Rede am Nationaldenkmal Mount Rushmore vor einer angeblichen »kommunistischen Bedrohung« in den USA gewarnt. Er spielte damit auf jüngste Wahlsiege linksgerichteter Demokraten-Politiker an.

Demokraten: Trump nutzt Feierlichkeiten für Parteipolitik

Die oppositionellen Demokraten werfen dem Präsidenten vor, die 250-Jahr-Feiern für parteipolitische Zwecke zu missbrauchen und das Land damit weiter zu spalten. In knapp vier Monaten finden die wichtigen Zwischenwahlen zum Kongress statt.

Trump sprach zwischen Ehrungen für Veteranen über seine angeblichen politischen Errungenschaften in der zweiten Amtszeit. Zudem griff er seinen »Save America Act« auf, welcher neue Regeln für Wahlen vorsieht. Das Gesetz findet seit Monaten keine Mehrheit im Kongress. 

Feierlichkeiten liefen anders als geplant

Die Rede des Präsidenten hatte sich durch ein Gewitter um gut eine Stunde verzögert. Die mit Zäunen abgesperrte Nationalpromenade (National Mall) im Zentrum der Hauptstadt musste deshalb zeitweise evakuiert werden. An die Rede sollte sich nach Trumps Worten das »größte Feuerwerk der Welt« mit 850.000 Böllern anschließen.

Vor Trumps Rede hatte der Sänger Lee Greenwood seinen Hit »Gold bless the USA« zum Besten gegeben. Vor dem Gewitter hatte es eine Flugschau unter anderem mit Kampfjets gegeben, die abgekürzt werden musste.

Zuvor hatten etliche Künstler Konzerte im Rahmen der geplanten, mehrtägigen Feierlichkeiten mit der Begründung abgesagt, die Veranstaltungsreihe sei ihnen zu politisch aufgeladen.

Der 4. Juli wird in den USA als Unabhängigkeitstag gefeiert.
Am 4. Juli 1776 nahmen Abgesandte der 13 amerikanischen Kolonien offiziell eine Erklärung an, mit der sie sich als Vereinigte Staaten von Amerika von Großbritannien loslösten. Dies gilt als die Geburtsstunde der USA.

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