Microsoft hat diverse aktualisierte Insider-Vorschau-Builds des Windows-Betriebssystems in mehreren Kanälen veröffentlicht. Sie sollen nicht nur die Taskleiste verbessern und lang vermisste Funktionen nachrüsten, sondern etwa auch den Datei-Explorer und Kontextmenüs verschlanken und beschleunigen. Ein alter Bekannter muss nun endgültig gehen: Das Kommandozeilentool WMIC für die Windows Management Instrumentation (WMI) ist nun nicht mehr enthalten.
Im Insider-Kanal „Release Preview“ können Interessierte schon jetzt testen, was die Allgemeinheit wahrscheinlich als optionales Vorschau-Update für die nicht sicherheitsrelevanten Bestandteile des September-Patchday-Updates erhält. Darin lässt sich etwa die Taskleiste beliebig positionieren: Rechts, links, oben oder wie gehabt unten am Bildschirm. Zudem lässt sich die Taskleiste nun auch verkleinern – allerdings funktioniert das nur, wenn sie oben oder unten am Bildschirm angeordnet ist. Nur dort ist auch die Suchfunktion der Taskleiste verfügbar. Auch die Größe des Startmenüs können Nutzerinnen und Nutzer selbst konfigurieren und müssen sich nicht mehr den Windows-Automatismen unterwerfen.
Microsoft hebt zudem hervor, dass die „Administrator Protection“ Einzug hält, die Rechte für Aufgaben „just in time“ vergibt und die Sicherheit verbessern soll, indem sie ein separiertes Profil dafür verwendet, anders als die bekannte Benutzerkontensteuerung. Die Funktion ist standardmäßig deaktiviert und lässt sich etwa mittels Gruppenrichtlinien aktivieren. Der Post-Quanten-Algorithmus „ML-KEM“ lässt sich nun für den TLS-Schlüsseltausch nutzen. Während WMI weiter unterstützt wird, fliegt WMIC mit den Updates raus – bei Neuinstallationen von Windows 11 24H2 und 25H2 war es bereits nicht mehr dabei, es lässt sich auch nicht mehr als „Feature on Demand“ (FoD) nachinstallieren.
Experimentelle Insider-Versionen mit Datei-Explorer-Update
Zudem gibt es auch in den Beta- und Experimentell-Insider-Kanälen neue Builds von Windows 11 26H2 und 26H1. Hier hebt Microsoft das neue überarbeitete Kontextmenü des Datei-Explorers hervor. Es soll schneller reagieren und aufgeräumter daherkommen. Es reduziert „Vermüllung“ auf der obersten Menü-Ebene, während üblicherweise genutzte Funktionen einfach zugreifbar bleiben, versichern die Entwickler. Die Entwickler gehen sogar in einem eigenen Blogbeitrag in die Tiefe und führen ausufernd aus, was sie alles am Datei-Explorer verändert haben. Dabei stechen etwa die umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten ins Auge, was das Kontextmenü anzeigen soll und was nicht. Die Programmierer versprechen, den Datei-Explorer weiter verbessern zu wollen, mit monatlichen Trippelschritten.
(dmk)











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