Die US-Regierung zahlt dem deutschen Energiekonzern in einem Vergleich rund 1,2 Milliarden US-Dollar. Im Gegenzug gibt RWE Pachtrechte für Windkraftanlagen zurück.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters, jtr 7. August 2026, 5:12 Uhr
Der deutsche Energiekonzern RWE gibt seine Windkraftprojekte vor der US-Küste auf. Man habe mit der US-Regierung eine Vereinbarung im Umfang von mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar getroffen, um sich aus der Entwicklung von Projekten zurückzuziehen, teilte RWE U.S. Offshore mit. Der Vergleich der US-Windkrafttochter mit dem Innenministerium sehe vor, dass sie im Gegenzug zu der Milliardenzahlung auf Ansprüche gegen die Regierung verzichtet und Pachtrechte für Windkraftanlagen vor den Küsten von New York, Kalifornien und Louisiana zurückgibt, teilte RWE mit.
In die Planung der Vorhaben hatte der Konzern mit Sitz in Essen nach eigenen Angaben bereits mehr als eine Milliarde US-Dollar investiert. »Nach sorgfältiger Abwägung wurde festgestellt, dass für diese Projekte in den USA auf absehbare Zeit keine Genehmigungsfähigkeit gegeben ist«, teilte das Unternehmen mit. Stattdessen will RWE jetzt Millionenbeträge in Projekte mit verflüssigtem Erdgas und andere Gas-Vorhaben in den USA investieren.
Trump stellt sich gegen Ausbau der Windkraft
US-Präsident Donald Trump ist ein Gegner der Windkraft. Der US-Präsident bevorzugt Stromgewinnung aus Kohle, nennt Windkrafträder hässlich und hat andere Länder mehrfach für Erwerb und Nutzung solcher Anlagen kritisiert. So sprach er von einem »grünen Betrug« und dem »vielleicht größten Schwindel der Geschichte«.
»Die Amerikaner verdienen ein Energiesystem, das auf gesundem Menschenverstand beruht – und nicht eines, das von kostspieligen Subventionen oder Technologien abhängt, die den gegenwärtigen Energiebedarf unseres Landes nicht decken können«, teilte US-Innenminister Doug Burgum auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Man begrüße die Einigung mit RWE und den Willen des Unternehmens, freiwillig in Projekte zu investieren, Strom für amerikanische Verbraucher bezahlbar zu halten und eine verlässliche Grundlastversorgung zu gewährleisten. Ein Ministeriumssprecher ergänzte, dass Offshore-Windenergie nach wie vor in hohem Maße auf ausländische Lieferketten angewiesen sei.

vor 1 Stunde
1









English (US) ·