Es ist heiß in Deutschland, das dürften mittlerweile alle spüren, aber neben der Hitze könnte es am Abend zum Public Viewing auch donnern – und das nicht nur auf dem Spielfeld. Rund um das zweite Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM befindet sich die Bundesrepublik in einer Art Wetter-Schwitzkasten. Neben möglichen Gewittern könnte es zur Übertragung des Spiels am späten Abend auch Sturmböen geben. Das geht aus Angaben des Deutschen Wetterdiensts (DWD) hervor.
Eine Hitzeglocke über Mittel- und Westeuropa mit außergewöhnlich hohen Temperaturen bestimmt hierzulande weiterhin das Wetter. Zugleich sorgen schwache Störungen am Rande eines Tiefdruckgebiets über dem Atlantik immer wieder für kräftige Gewitter – lokal mit Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen. Davon ist an diesem Samstag vorwiegend der äußerste Osten betroffen. »Dort kann es recht heftig werden«, sagte Meteorologe Christian Herold vom DWD.
Ein anderes Festival südlich von Flensburg mit rund 5000 Besuchern wurde in der Nacht zum Samstag wegen eines Sturms geräumt. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, wurden 13 Menschen bei dem Sturm leicht verletzt. Mittlerweile duften die Menschen zurück auf das Gelände. Gleich mehrere Großveranstaltungen laufen an diesem Wochenende. Bei einem Blitzeinschlag während eines Sportfests im baden-württembergischen Rastatt wurden neun Menschen verletzt. Sechs von ihnen kamen in ein Krankenhaus, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte.
Am Sonntagvormittag ist vor allem Nordrhein-Westfalen von schweren Gewittern betroffen, dabei insbesondere auch das Ruhrgebiet. Im Laufe des Sonntags werden die heftigsten Gewitter dann in der Mitte und später im Südosten der Republik erwartet.
Die Hitze bleibt hauptsächlich in der Mitte und im Süden Deutschlands bis Mittwoch mit Temperaturen zwischen 32 und 39 Grad sowie schwüler Hitze bestehen. Der DWD warnt vor starker bis teils extremer Wärmebelastung. Im Norden und Nordosten kann es kühler werden.
Wird der Hitzerekord im Juni gebrochen?
»Ob im Südwesten Deutschlands während der aktuellen Hitzewelle Rekordtemperaturen von mehr als 40 Grad erreicht werden, ist derzeit noch unsicher«, sagte Herold. Der bisherige deutsche Temperaturrekord für den Monat Juni stammt aus dem Jahr 2019 und wurde dem DWD zufolge mit 39,6 Grad in Bernburg an der Saale in Sachsen-Anhalt gemessen. Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz und Frankfurt am Main kamen mit jeweils 39,3 Grad aber nahe an den Wert heran. Vergleichen Sie hier mit dem interaktiven SPIEGEL-Tool, wie warm es aktuell in Deutschland ist.

vor 8 Stunden
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