US-Präsident Donald Trump hat die nächste Runde im Streit mit Italiens Ministerpräsidentin begonnen. Doch wieder setzt sich Giorgia Meloni zur Wehr.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters, sc 20. Juni 2026, 20:56 Uhr
Der öffentliche Streit zwischen Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und US-Präsident Donald Trump spitzt sich zu. »Meine Beliebtheit geht Sie nichts an«, schrieb Meloni auf Instagram, »ich schlage vor, Sie konzentrieren sich auf Ihre eigene.« Trump hatte zuvor auf seiner Onlineplattform behauptet, Meloni wolle ihre Beziehungen zu den USA nur verbessern, um ihre Beliebtheit zu steigern. Dabei schrieb Trump Melonis Vornamen falsch, nämlich »Gigiorgia«. Meloni antwortete, Trumps Angriffe gegen sie seien grund- und sinnlos. Es habe ihren Umfragewerten sicher nicht geholfen, mit Trump befreundet zu sein.
Trump warf Meloni zudem vor, aus innenpolitischen Gründen die Beziehungen zu den USA kitten zu wollen, nachdem Italien das militärische Vorgehen der USA gegen den Iran nicht unterstützt habe. »Jetzt, nachdem die Vereinigten Staaten den Iran militärisch besiegt haben, will sie wieder befreundet sein, um ihre 'Beliebtheitswerte aufzubessern'. Nein, danke«, schrieb Trump. Meloni wies Trumps Kritik auch hinsichtlich der Stützpunkt-Nutzung zurück. Sie erklärte, diese unterlägen Vereinbarungen, an die sich Rom gehalten habe.
In einem am Freitag veröffentlichten Telefoninterview mit dem italienischen Fernsehsender La7 hatte Trump gesagt, Meloni habe ihn beim G7-Gipfel in Evian um ein gemeinsames Foto »angebettelt«. Einer Abschrift des Senders zufolge sagte er, er habe zugestimmt, ein Foto mit Meloni zu machen, weil er »Mitleid« mit ihr gehabt habe. Meloni könne sich glücklich schätzen, dass er sich mit ihr unterhalten habe: »Ich musste gar nicht mit ihr reden.« Daraufhin hatte Meloni Trump als Lügner bezeichnet. Italiens Außenminister Antonio Tajani sagte eine für kommende Woche geplante Reise in die USA ab.

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