Regierungstruppen im Niger haben einen Angriff auf den Flughafen der Hauptstadt abgewehrt. Ein Ableger der Terrororganisation »Islamischer Staat« bekannte sich zur Tat.
Quelle: DIE ZEIT, AFP, Reuters, dpa, eca 19. Juni 2026, 2:39 Uhr
Im Niger ist der internationale Flughafen in der Hauptstadt Niamey angegriffen worden. Dabei wurden laut Regierungsangaben 35 Menschen getötet: zwei Zivilisten, elf Soldaten sowie 22 Angreifer. Vier Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden. Zudem gebe es 20 Festnahmen.
Die Lage sei unter Kontrolle, Regierungstruppen hätten den Angriff abgewehrt, hieß es in einer im staatlichen Fernsehen verlesenen Erklärung. Der Flugbetrieb wurde der zivilen Luftfahrtbehörde zufolge wieder aufgenommen.
Ein Ableger der Terrororganisation »Islamischer Staat«, die Gruppe zur Unterstützung des Islam und der Muslime (JNIM), bekannte sich zu dem Angriff. Sie sprach in einer kurzen Stellungnahme von einem »Selbstmordanschlag« auf den Flughafen und eine nahegelegene Armeebasis.
Stundenlange Gefechte
Zeugen zufolge waren am Morgen gegen 6 Uhr Ortszeit die ersten Explosionen zu hören. Stundenlang seien Schüsse zu hören gewesen, berichtete ein Anwohner. Ein Flughafen-Vertreter sagte, die bewaffneten Angreifer seien »mit dem Taxi« zum Eingang des Flughafens gekommen und an einem Kontrollpunkt auf »heftigen Widerstand« gestoßen. Die Angreifer, von denen laut Verteidigungsministerium einige auch Sprengstoffgürtel trugen, seien in umliegende Stadtviertel geflohen, die nun von Sicherheitskräften durchkämmt würden.
Bereits Ende Januar war ein Angriff auf den Flughafen und einen angrenzenden Luftwaffenstützpunkt verübt worden. Die Gruppe Islamischer Staat in der Sahelzone (EIS), ein weiterer Ableger der Terrororganisation »Islamischer Staat«, reklamierte die Tat für sich.

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