Weltraumteleskop SPHEREx schickt erste Bilder zur Erde

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Erstes Licht für SPHEREx: Das neue Weltraumteleskop der US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (NASA) hat seine Detektoren aktiviert, die alle planmäßig funktionieren, und die ersten Bilder zur Erde geschickt. "Unsere Sonde hat ihre Augen in das Universum geöffnet", sagte SPHEREx-Wissenschaftler Olivier Doré. "Es funktioniert so wie beabsichtigt."

SPHEREx, kurz für Spectro-Photometer for the History of the Universe, Epoch of Reionization and Ices Explorer, beobachtet den Himmel im infraroten Spektrum. Eine Aufnahme des Teleskops besteht jeweils aus sechs Bildern, eines für jeden der sechs Detektoren, die in anderen Wellenlängenbereichen arbeiten.

Die Aufnahme entstand am 27. März. Die Bilder seien aber noch nicht kalibriert und deshalb nicht für wissenschaftliche Zwecke verwendbar, teilte die NASA mit. Sie gäben aber schon Hinweise darauf, was in Zukunft zu erwarten sei. Sie zeigten auch, dass das Teleskop richtig fokussiert sei. Die Fokussierung wird vor dem Start vorgenommen und kann im Weltraum nicht mehr verändert werden.

"Anhand der Bilder, die wir sehen, können wir jetzt sagen, dass das Instrumententeam es gut hinbekommen hat", resümierte SPHEREx-Forschungsleiter Jamie Bock, am Caltech und JPL.

SPHEREx wurde am 11. März ins All geschossen. In den vergangenen zwei Wochen hat ein Team der NASA überprüft, ob alle Systeme planmäßig funktionieren. Zudem wurden die Detektoren und andere Hardware auf eine Temperatur von etwa minus 210 Grad Celsius heruntergekühlt. Dies ist notwendig, da die Hitze die Fähigkeit des Teleskops, Infrarotlicht zu erkennen, beeinträchtigen kann.

Den wissenschaftlichen Betrieb wird SPHEREx voraussichtlich Ende dieses Monats aufnehmen. Die Hauptmission des Weltraumteleskops ist auf zwei Jahre angelegt. In der Zeit soll es viermal den gesamten Himmel abbilden und dabei das Licht von Hunderten Millionen von Sternen und Galaxien in mehr Wellenlängen als jedes andere Teleskop zur Himmelsdurchmusterung erfassen.

(wpl)

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