Er bezeichnete sich selbst als »paper pusher«, einer, der im Weißen Haus die Bürokratie am Laufen halten sollte. Ein Rädchen im Getriebe der US-Politik zu Zeiten von US-Präsident Richard Nixon (1969-1974) – der dann aber zu einem der wichtigsten Zeugen im Watergate-Skandal werden und dessen Enthüllungen maßgeblich zu Nixons Rücktritt beitragen sollten. Nun ist der frühere US-Regierungsmitarbeiter Alexander Butterfield im Alter von 99 Jahren gestorben.
Butterfield enthüllte im Juli 1973 vor einem Untersuchungsausschuss des US-Senats zum Watergate-Skandal, dass der Secret Service seit 1971 alle dienstlichen Telefongespräche Nixons und auch viele Privatgespräche des Präsidenten aufgezeichnet hatte. Zeuge Butterfield wies darauf hin, dass die Watergate-Wahrheit auf Tonbändern im Keller des Secret Service lagerte. Mit diesen Tonbandaufnahmen ließ sich letztlich beweisen, dass Nixon gelogen hatte, als er behauptete, nichts über den Einbruch in die Wahlkampfzentrale der Demokratischen Partei im Watergate-Gebäude in Washington gewusst zu haben.
Journalisten erzählte Butterfield einmal, er möge es nicht, als der Mann bekannt zu sein, der die Existenz der Bänder aufgedeckt hatte. Weil es so aussah, als hätte er dem Watergate-Untersuchungsausschuss »eifrig und atemlos« davon berichtet.
Im Juni 1972 waren fünf Männer in die Wahlkampfzentrale der Demokraten eingebrochen, um diese zu verwanzen – die Spur führte letztlich bis zu Nixons Wahlkampfteam und zum Präsidenten selbst. Der Republikaner Nixon trat am 9. August 1974 als bisher einziger Präsident in der Geschichte der USA zurück, nachdem der Kongress ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn eingeleitet hatte.

vor 1 Stunde
1









English (US) ·