Waldbrand in Belgien: Feuer rückt nicht weiter Richtung Deutschland vor

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Der Brand im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Belgien rückt derzeit nicht weiter auf die nahe gelegene deutsche Grenze, doch das Feuer ist noch lange nicht gelöscht. Bei Tageslicht werden die Löschmaßnahmen wieder intensiviert, sagte Franz-Karl Boden, Stellvertreter der Bürgermeisterin von Monschau, der Nachrichtenagentur dpa. Die Hubschrauber würden wieder ihren Einsatz aufnehmen.

Momentan gehe man nicht davon aus, dass das Feuer auf deutsches Gebiet überspringe, sagte Boden. In der Nacht sei das Feuer nicht weiter vorgerückt. Anlass für Hoffnung bietet auch das Wetter. »Im Moment regnet es. Wir erwarten, dass sich die Situation entspannt«, sagte Andrea Compes von der Stadtverwaltung der Nachrichtenagentur AFP. »Wir hoffen auf eine positive Wendung«.

»Die waren alle ruckzuck bereit zu gehen«

Etwa 30 Bewohner von Monschau-Kalterherberg waren am Sonntagabend wegen einer möglichen starken Rauchbelastung aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen. Die meisten seien bei Freunden oder Verwandten untergekommen, sagte Boden. Vier Personen hätten Auffangeinrichtungen aufgesucht. Man habe den Betroffenen alle im persönlichen Gespräch die Information überbracht. Sie hätten verständnisvoll reagiert.

In einem Fall sei »ein bisschen Diskussion« nötig gewesen, aber grundsätzlich gelte: »Die waren alle ruckzuck bereit zu gehen.« Er fügte hinzu: »Wenn man seit zwei Tagen diese Drohung aus dem Venn kommen sieht, dann ist man auch offen dafür.«

Der Waldbrand im Hohen Venn ist der größte der jüngeren belgischen Geschichte. Die Bekämpfung sei besonders schwierig, erläuterte der belgische Feuerwehrkommandant Luc Burette im niederländischen Fernsehen. »Wir stehen hier vor einem Problem«, sagte er. »Der Boden besteht aus Torf, an der Oberfläche ist Gras. Dadurch kann sich das Feuer schnell ausbreiten.«

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