Waffenbesitz in Deutschland: Mehr als 47.000 Waffen gelten als verschwunden

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In Deutschland werden immer mehr Waffen als verschwunden gemeldet. Im Nationalen Waffenregister habe sich die Zahl der verschwundenen Waffen aus Privatbesitz innerhalb von acht Jahren fast verdoppelt, wie das Bundesinnenministerium auf Anfrage mitteilte. Ende 2025 waren insgesamt 47.335 Waffen als gestohlen oder verloren registriert.

Der Großteil dieser Waffen, über 38.000 Stück, wurden als verloren gemeldet, rund 9.000 als gestohlen. Zuvor hatte die »Bild«-Zeitung  darüber berichtet. Zum Vergleich: Anfang 2018 listete das Register noch etwa 24.500 verschwundene Waffen, davon galten etwa 19.000 als verloren und rund 5.000 als gestohlen.

Gewerkschaft: Mit mehr Experten gegen illegalen Handel vorgehen

Der Vizevorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Manuel Ostermann, nannte die Zahl der gestohlenen Waffen erschreckend. »Wer Schusswaffen stiehlt, scheut vor nichts zurück: Er bricht in Privathäuser ein, knackt Panzerschränke und stiehlt scharfe Waffen«, sagte Ostermann der »Bild«. Die gestohlenen Waffen landeten dann wahrscheinlich auf dem Schwarzmarkt. Diesen illegalen Handel zu unterbinden, gehe nur mit mehr Geld, mehr Befugnissen und mehr Spezialisten bei der Polizei.

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