Vor Regierungswechsel in Budapest: Polizei in Ungarn ermittelt bei Viktor Orbán-naher Mediengruppe

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Kurz vor dem offiziellen Regierungswechsel in Ungarn ermittelt die Polizei bei Unternehmen aus dem Umfeld des scheidenden Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Wegen des ​Verdachts auf Veruntreuung und Geldwäsche seien Gelder beschlagnahmt und Konten eingefroren worden, teilten die Ermittler mit. Betroffen sind Firmen des Unternehmers Gyula Balásy, die über ein Jahrzehnt lang Regierungskampagnen für Orbán entwarfen.

Balásy kooperiere mit den Behörden, teilte seine Unternehmensgruppe Lounge auf Reuters-Anfrage mit. Balásy hatte am Montag in einem Interview der Nachrichtenseite »Kontroll« erklärt, er biete dem Staat die Übernahme ​seiner Unternehmen an. Dies geschehe jedoch nicht, weil er etwas zu verbergen habe oder unrechtmäßig vorgegangen sei.

In ihrer Mitteilung bezog sich die ungarische Polizei auf ebendieses Interview. Ermittelt werde im Zusammenhang mit einer auf Veranstaltungsorganisation spezialisierten Unternehmensgruppe, hieß es. Dies habe der Firmenchef selbst in der Presse öffentlich gemacht. ‌Die Ermittlungen richteten sich gegen Unbekannte und basierten auf ​Informationen einer Spezialeinheit der ‌Steuerbehörde. Zudem gebe es eine Untersuchung wegen des Verdachts auf überteuerte Verträge.

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