Der schwedische Automobilhersteller Volvo ruft über 40.000 seiner Flaggschiff-Elektro-SUVs zurück, deren Batterien überhitzen und sich entzünden könnten. Der Rückruf der Wagen vom Typ EX30 könnte Millionen von Dollar kosten.
Die Rückrufaktion betrifft den Austausch von Modulen in den Hochvoltbatterien des kompakten SUVs, der als ein Schlüsselmodell für Volvos Wettbewerbsfähigkeit gegenüber günstigeren chinesischen Marken gilt. Insgesamt sind 40.323 Fahrzeuge der Modelle EX30 Single-Motor Extended Range und Twin-Motor Performance betroffen, teilte der schwedische Automobilhersteller mit, der mehrheitlich dem chinesischen Konzern Geely gehört.
»Wir kontaktieren derzeit die Besitzer aller betroffenen Fahrzeuge, um sie über die nächsten Schritte zu informieren«, sagte ein Sprecher von Volvo. Man werde die Betroffenen Batteriemodule kostenlos austauschen und rate den Besitzern bis dahin, den Ladezustand auf 70 Prozent zu begrenzen, um die Brandgefahr zu minimieren.
Seit Dezember hat Volvo EX30-Besitzern in über einem Dutzend Ländern, darunter den USA, Australien und Brasilien, empfohlen, ihre Fahrzeuge nicht in der Nähe von Gebäuden zu parken und die Batterien nicht vollständig aufzuladen. Dies geht aus behördlichen Unterlagen und Unternehmensangaben hervor. Der Branchenexperte Andy Palmer erklärte, Volvo habe wenig Spielraum für Fehler, da der Ruf der Marke im Bereich Sicherheit zentral für die Unternehmensidentität sei.
Volvos Batterieprobleme fallen in eine Zeit, in der der Autohersteller ein Sparprogramm von 1,9 Milliarden US-Dollar und eine engere Integration mit dem chinesischen Mutterkonzern Geely anstrebt. Die Batterien wurden von einem von Geely unterstützten Joint Venture, der Shandong Geely Sunwoda Power Battery Co., hergestellt. Volvo gab bekannt, dass der Zulieferer das Problem behoben habe und die neuen Batteriezellen liefern werde.

vor 3 Stunden
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