Die Richterin verkündete das Urteil gegen Kenneth I. Er hatte Perry im Oktober 2023 in seinem Haus in Los Angeles leblos in einem Whirlpool treibend gefunden. Laut Bundesstaatsanwaltschaft hatte er dem Star zuvor auf dessen Wunsch Ketamin injiziert. Dann verließ er die Wohnung, um Besorgungen zu erledigen. Als I. zurückkehrte, war Perry tot.
Ein Autopsiebericht kam zu dem Schluss, dass der Schauspieler an den »akuten Auswirkungen von Ketamin« starb, die in Kombination mit anderen Faktoren dazu führten, dass er das Bewusstsein verlor und ertrank.
Perrys ehemaliger Assistent hatte sich auf einen Deal mit der Staatsanwaltschaft eingelassen. Er hatte zugegeben, Perry wiederholt ohne medizinische Ausbildung Ketamin injiziert zu haben, darunter auch die tödliche Dosis. Zudem lieferte er wichtige Beweise gegen andere Angeklagte im Strafverfahren zum Tod Perrys.
I. hatte Perry 1992 kennengelernt und wohnte seit 2022 als sein Assistent bei ihm. Laut Staatsanwaltschaft hatte er Perry im Oktober 2023 wiederholt Ketamin injiziert und ihn mindestens zweimal bewusstlos vorgefunden, die Droge aber dennoch weiter verabreicht. Ein anderes Mal habe er beobachtet, wie Perry »erstarrte« und nicht mehr sprechen konnte, nachdem er von einem Arzt eine Ketamin-Injektion erhalten hatte.
Perry war mit der zwischen 1994 und 2004 in den USA produzierten TV-Serie »Friends« über sechs junge Freunde in New York an der Seite von Courteney Cox, Matt LeBlanc, Jennifer Aniston, Lisa Kudrow und David Schwimmer berühmt geworden.
Der Schauspieler hatte wiederholt öffentlich über seinen Kampf gegen Suchterkrankungen gesprochen. Berichten zufolge habe er sich wegen Depressionen und Angstzuständen einer Ketamin-Behandlung unter ärztlicher Aufsicht unterzogen. Zusätzlich soll er sich das Mittel auf dem Schwarzmarkt besorgt haben.
Im Strafverfahren zum Tod des Schauspielers waren bereits zwei Ärzte, ein Drogendealer und ein Mittelsmann, der bei der Beschaffung von Ketamin half, verurteilt. Jasveen S., eine Dealerin, die als »Ketamin-Queen« bezeichnet wurde, erhielt die längste Haftstrafe von 15 Jahren.

vor 1 Stunde
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