Während in der Schweiz verhandelt wird, droht US-Präsident Trump dem Iran erneut mit Angriffen. US-Vizepräsident Vance spricht zuvor von »großen Fortschritten«.
Quelle: DIE ZEIT, Reuters, AFP, man 21. Juni 2026, 21:44 Uhr
Neue Drohungen von US-Präsident Donald Trump haben die ersten Gespräche zwischen dem Iran und den USA über ein Kriegsende geprägt. Zunächst sagte US-Vizepräsident JD Vance am Verhandlungsort auf dem Schweizer Bürgenstock zwar, man habe »große Fortschritte erzielt« und Trump wolle ein »neues Kapitel« in den gegenseitigen Beziehungen aufschlagen. Doch kurze Zeit später drohte Trump auf seiner Plattform Truth Social dem Iran erneut. Der Iran müsse die Hisbollah-Miliz im Libanon davon abhalten, Unruhe zu schüren. »Andernfalls werden wir den Iran wieder sehr hart angreifen, so wie letzte Woche, nur härter«, schrieb Trump.
Daraufhin verließen die iranischen Unterhändler laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna das Schweizer Hotel, in dem die Gespräche stattfanden. Demnach sei die Drohung Trumps als »beleidigend« aufgefasst worden. Die unter Vermittlung Pakistans und Katars geführten Gespräche seien »nach 80 Minuten Gespräch und einer Unterbrechung infolge der Veröffentlichung einer beleidigenden Nachricht des US-Präsidenten in eine schwierige Phase eingetreten«, hieß es weiter. Das iranische Fernsehen berichtete, der Iran habe bei den USA wegen der Drohungen protestiert und prüfe nun seine nächsten Schritte.
Die Gespräche auf dem Bürgenstock in der Schweiz folgen auf die vor einer Woche vereinbarte Absichtserklärung zwischen dem Iran und den USA. Diese sieht unter anderem die Wiedereröffnung der Straße von Hormus sowie die Einstellung aller Feindseligkeiten vor, auch die zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon.
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