Entfernte Informationstafeln zu Themen wie Sklaverei muss die Trump-Regierung einem Gericht zufolge wieder aufstellen. Die Frist läuft an einem historischen Datum ab.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters, skö 13. Juni 2026, 12:16 Uhr
Ein US-Gericht hat per einstweiliger Verfügung entschieden, dass die US-Regierung ihre Eingriffe in die Erinnerungskultur in Nationalparks und an öffentlichen Plätzen vorerst wieder rückgängig machen muss. Das Vorgehen der Regierung stelle einen gefährlichen Präzedenzfall der Zensur dar, sagte die zuständige Bundesrichterin in Boston, Angel Kelley.
Unter dem Dekret »Wiederherstellung von Wahrheit und Vernunft in der amerikanischen Geschichte« hatte US-Präsident Donald Trump im März des vergangenen Jahres sein Innenministerium angewiesen, sämtliche Gedenkstätten darauf zu überprüfen, ob sie die Geschichte der USA in ein schlechtes Licht rücken.
Entfernt wurden in der Folge etwa Ausstellungsstücke und Informationstafeln zu Themen wie Sklaverei, betroffen waren zudem Informationsstätten zum Klimawandel in Nationalparks. Gegen die Aufsichtsbehörde der Parks richtet sich auch die einstweilige Verfügung, da die öffentlichen Denkmäler unter ihrer Verantwortung liegen. Ein Urteil in der Sache steht noch aus.
Bundesrichterin Kelley ordnete an, dass die Objekte bis zum 4. Juli wieder an Ort und Stelle sein müssen. Am diesjährigen Fourth of July jährt sich in den USA die Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung zum 250. Mal. Gegen Trumps Dekret hatten mehrere Gruppen von Umweltschützern und Historikern geklagt.
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