USA: Mutmaßlicher Schütze bei Gala-Dinner wegen Mordversuchs an Trump angeklagt

vor 2 Stunden 1

Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.

Wichtige Updates

US-Staatsbesuch von König Charles findet wie geplant statt 

Trump: Manifest des Schützen zeigt antichristliche Haltung – Justizminister zurückhaltend

Zweifel an Sicherheitskonzept für Gala-Dinner in Washington 

US-Justizminister: Schütze hatte US-Regierung im Visier – vermutlich auch Trump

Bestürzung nach Schüssen bei Dinner in Washington

Katja Guttmann

Mutmaßlicher Schütze von Washington wegen Mordversuchs an Trump angeklagt

Nach den Schüssen bei einer Gala in Washington wird dem mutmaßlichen Angreifer ein Mordversuch am US-Präsidenten Donald Trump zur Last gelegt. Das berichteten die Washington Post und CNN übereinstimmend aus dem Gerichtssaal in Washington, in dem der Verdächtige dem Richter vorgeführt wurde. 

Wie erwartet kamen zudem zwei weitere Anklagepunkte hinzu: die Verwendung einer Schusswaffe bei einer Gewalttat sowie der tätliche Angriff auf einen Bundesbeamten unter Einsatz einer gefährlichen Waffe.

Der Verdächtige, laut Medienberichten ein 31 Jahre alter Mann aus Kalifornien, stürmte bei dem Gala-Dinner mit der Hauptstadtpresse am Samstagabend (Ortszeit) schwer bewaffnet durch einen Sicherheitsposten des Secret Service, ehe er von Beamten gestoppt wurde. Ein Sicherheitsbeamter wurde von mindestens einem Schuss getroffen, wegen seiner Schutzweste aber nicht schwerer verletzt. 

Der amtierende Justizminister Todd Blanche hatte vor dem Gerichtstermin gesagt, der Schütze habe es vermutlich auf Regierungsmitglieder abgesehen. Das deckt sich mit Medienberichten über das Manifest des Schützen. Demnach schrieb der Angreifer in seinem gut 1000-Worte langen Schriftstück, er nehme Regierungsvertreter ins Visier, „priorisiert vom ranghöchsten bis zum rangniedrigsten.“ 

Katja Guttmann

Mutmaßlicher Schütze verschickte Manifest an Familie 

Der mutmaßliche Schütze beim Presse-Dinner in Washington, D.C., hat kurz vor seiner Tat ein Manifest an seine Familie verschickt. Darin habe er die Sicherheitsvorkehrungen am Tatort verhöhnt und Regierungsmitglieder als Ziele aufgelistet, erfuhr die Nachrichtenagentur ​Reuters aus Polizeikreisen. Die New York Post veröffentlichte das Schreiben.

Darin bezeichnet sich der Mann selbst als „Friendly Federal Assassin“ (freundlicher Bundes-Attentäter). Dem Manifest zufolge ist er mit mehreren Waffen in das Hotel gelangt, ohne dass jemand in ihm eine Bedrohung gesehen habe. 

In dem Dokument, das derzeit noch von den Ermittlern genauer überprüft wird, schrieb der Mann: „Ich bin nicht länger bereit, zuzulassen, dass ein Pädophiler, Vergewaltiger und Verräter meine Hände mit seinen Verbrechen befleckt.“ Er erklärte, dass Top-Regierungsbeamte auf der Abschussliste standen, weitere Opfer habe er unbedingt vermeiden wollen. Weiterhin bedankte er sich für die Liebe, die er 31 Jahre lang aus seinem Umfeld bekommen habe, und entschuldigte sich, das Vertrauen von Freunden und Familie missbraucht zu haben.

Seine ​Familie hatte den Behörden zufolge im Vorfeld Bedenken geäußert. Aus ‌Kreisen des Präsidialamts verlautete, seine Schwester habe von radikalen Äußerungen, der Teilnahme an einem Anti-Trump-Protest und Plänen, „etwas“ zu unternehmen, berichtet.

Präsident Donald Trump sagte dem Sender ‌Fox News, der Verdächtige trage viel Hass in ‌seinem Herzen und hasse Christen. Er sei „ein kranker Typ“. In dem Schreiben hieß es dem Insider zufolge, die andere Wange hinzuhalten, ​wenn jemand anderes unterdrückt ​werde, sei kein christliches Verhalten, sondern Mitschuld an ​den Verbrechen des Unterdrückers. 

Katja Guttmann

Trump: Umstrittene US-Behörde ICE soll NICE werden

US-Präsident Donald Trump unterstützt laut seiner Regierungssprecherin Karoline Leavitt die Idee, die umstrittene Einwanderungsbehörde ICE in NICE umzubenennen. Das schrieb sie auf der Plattform X. Zuvor hatte der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social einen Beitrag geteilt, in dem die konservative Influencerin Alyssa Marie vorschlug, dem Namen der Behörde Immigration and Customs Enforcement (ICE) („Eis“) den Zusatz „National“ hinzuzufügen. Damit würde die Abkürzung NICE („nett, schön“) entstehen. „Tolle Idee!!! Macht es. Präsident DJT“ schrieb Trump.

Unklar war zunächst, wie realistisch eine Änderung des Behördennamens ist. Diese untersteht dem Heimatschutzministerium. Der US-Zeitung The Hill zufolge erfordert die Umbenennung einer Bundesbehörde in der Regel einen Beschluss des Kongresses in Form eines Gesetzes. Nur auf diesem Weg könne die gesetzliche Grundlage, auf der die Behörde gegründet wurde, und damit ihr Name geändert werden.

Beamte von ICE waren in den vergangenen Monaten wegen tödlicher Schüsse auf zwei US-Amerikaner und dem rigorosen Vorgehen gegen Migranten in die Negativschlagzeilen gerutscht. Vor allem in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota eskalierte die Situation. Der für die Einsätze zuständige Hardliner Gregory Bovino musste daraufhin gehen. Sein Nachfolger, der Grenzschutz-Kommandeur Tom Homan, setzte den Razzien in Minnesota ein Ende und sorgte so für eine Entspannung der Lage.

Julia Daniel

US-Militär tötet wieder mutmaßliche Drogenschmuggler auf See 

Das US-Militär hat erneut ein mutmaßliches Drogenschmuggler-Boot im östlichen Pazifik angegriffen. Dabei wurden drei Männer getötet. Sie seien nach Erkenntnissen der Geheimdienste auf einer bekannten Drogenhandelsroute unterwegs gewesen und hätten sich am Schmuggeln von Drogen beteiligt, erklärte das für die Region zuständige US-Regionalkommando Southcom in einer Mitteilung auf der Plattform X. Die Angaben des US-Militärs ließen sich bisher nicht unabhängig überprüfen.

Auf Anordnung von Präsident Donald Trump greift das US-Militär seit Herbst vergangenen Jahres Boote in der Karibik und im östlichen Pazifik an, mit denen angeblich Drogen in die USA geschmuggelt werden sollen. Dabei kommen immer wieder Menschen ums Leben. Kritiker bezweifeln, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind. Die Vereinigten Staaten haben ein großes Drogenproblem, für das sie ausländische Schmuggler verantwortlich machen. 

Obama: Kein Platz für Gewalt in Demokratie – Lob für Secret Service

Nach den Schüssen bei einem Gala-Dinner mit US-Präsident Donald Trump hat der frühere US-Präsident Barack Obama betont, dass es in einer Demokratie keinen Platz für Gewalt gebe. Der Vorfall sei auch eine ernüchternde Erinnerung an „den alltäglichen Mut und die Opferbereitschaft" der Beamten des Secret Services, schrieb Obama auf der Plattform X. Er sei den Personenschützern dankbar. Der Secret Service ist in den USA unter anderem für den Schutz des Präsidenten und von Ex-Präsidenten zuständig. Der Demokrat Obama hatte den republikanischen Amtsinhaber Trump zuletzt mehrfach scharf kritisiert.

Katja Guttmann

US-Staatsbesuch von König Charles findet wie geplant statt 

Trotz der Schüsse beim Korrespondenten-Dinner in Washington soll der Staatsbesuch des britischen Königspaars in den USA wie geplant stattfinden. Das teilte der Buckingham-Palast laut der britischen Nachrichtenagentur PA mit.

Zunächst hatte der Palast eine Überprüfung angekündigt. „Wie zu erwarten, wird es über den Tag verteilt eine Reihe von Gesprächen geben, um mit US-Kollegen und unseren entsprechenden Teams darüber zu sprechen, in welchem Maße die Ereignisse vom Samstag die Pläne für den Besuch beeinflussen“, sagte ein Palastsprecher demnach.

Der König werde vollständig über die Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten und sei „sehr erleichtert zu hören, dass der Präsident, die First Lady und alle Gäste unverletzt geblieben sind“, hieß es weiter.

Bei seinem Besuch in Washington will König Charles III. auch im Kongress sprechen: 

Tobias Bug

Trump: Manifest des Schützen zeigt antichristliche Haltung – Justizminister zurückhaltend

Der Schütze bei einem Gala-Dinner in Washington hat US-Präsident Donald Trump zufolge antichristliche Ansichten. „Wenn man sein Manifest liest, merkt man, dass er Christen hasst. Das steht fest, er hasst Christen“, sagte Trump dem Sender Fox News. Nähere Angaben zu dem Schriftstück machte der Präsident nicht. Trump bezeichnete den Angreifer als „verrückten Typen.“ Familienmitglieder hätten zu den antichristlichen Ansichten sogar Angaben bei den Sicherheitsbehörden gemacht.

Der amtierende US-Justizminister Todd Blanche äußerte sich zurückhaltender über das angebliche „Manifest“ des Schützen. „Wir wissen, dass es einige Aufzeichnungen gab“, sagte er in einem Fernsehinterview. In Verbindung mit den bisher durchgeführten Zeugenbefragungen seien die Ermittler zu der Annahme gekommen, der Mann habe es auf Regierungsbeamte abgesehen. Diese Einschätzung sei jedoch noch „sehr vorläufig“, gab Blanche zu bedenken. Das Verständnis über die möglichen Motive des Mannes könne sich ändern, sobald mehr bekannt würde.

Katja Guttmann

Zweifel an Sicherheitskonzept für Gala-Dinner in Washington 

Die Schüsse beim Gala-Dinner der US-Hauptstadt-Korrespondenten wirft Fragen zum Sicherheitskonzept auf. Mehrere Teilnehmende kritisierten, die Vorkehrungen seien nicht streng genug gewesen. Wie in den Aufnahmen einer Sicherheitskamera zu sehen ist, stürmte ein Mann kurz nach Beginn der Veranstaltung durch die Sicherheitsschleuse des Secret Service. Mehrere Beamte zückten ihre Waffen und richteten sie auf den mutmaßlichen Angreifer. US-Präsident Donald Trump postete den kurzen Clip selbst auf seiner Plattform Truth Social.

Doch dass der schwer bewaffnete Mann, der laut Behördenangaben ins Hotel eingecheckt hatte, überhaupt so weit kommen konnte, ließ Zweifel am Sicherheitskonzept aufkommen. Teilnehmer des Gala-Dinners gaben an, die Vorlage einer Einladung habe ausgereicht, um in das Gebäude gelassen zu werden. Ein Ausweis sei nicht verlangt worden. Die MAGA-Aktivistin Kari Lake bestätigte das in einem Post auf X. Sie könne nicht fassen, „wie lax die Sicherheitsvorkehrungen“ beim Korrespondenten-Dinner waren, schrieb sie.

Der New York Times zufolge war der Eingang des Washington Hilton selbst nicht mit Metalldetektoren gesichert. Die Schleuse zur Sicherheitszone sei erst näher am Ballsaal eingerichtet worden.

Trump wertete den Vorfall auch als weitere Bestätigung für den umstrittenen Bau eines Ballsaals am Weißen Haus. „Mit dem derzeit am Weißen Haus im Bau befindlichen, militärisch streng geheimen Ballsaal wäre dieses Ereignis niemals passiert“, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. „Er kann gar nicht schnell genug fertiggestellt werden!“ Allerdings ist das Gala-Dinner der Hauptstadtpresse keine Veranstaltung des Präsidenten oder des Weißen Hauses, sondern eine Medienveranstaltung und findet daher traditionell an einem anderen Ort statt. 

Katja Guttmann

US-Justizminister: Schütze hatte US-Regierung im Visier – vermutlich auch Trump

Der Schütze bei ​der Presse-Gala mit US-Präsident Donald Trump hatte es laut Justizministerium auf Regierungsvertreter abgesehen. Der amtierende US-Justizminister Todd Blanche erklärte, er gehe davon aus, dass der Schütze gezielt „Leute, die in der Regierung arbeiten“, darunter vermutlich auch Trump, ins ​Visier genommen habe, sagte er dem Fernsehsender NBC. Derzeit kooperiere der Verdächtige jedoch nicht aktiv mit den Behörden.

Wahrscheinlich sei der 31-jährige Mann mit dem Zug von Los Angeles über Chicago nach Washington gereist, sagte Blanche. Er werde am Montag vor einem Bundesgericht formell angeklagt: wegen Körperverletzung und des Versuchs, einen Bundesbeamten durch Abfeuern einer Schusswaffe zu töten. Es war zunächst unklar, ob Trump das Ziel ​des Angreifers war. Trump sagte allerdings vor Reportern, er nehme es an.

Bestürzung nach Schüssen bei Dinner in Washington

Nach den Schüssen während des Gala-Dinners in Washington äußern internationale Spitzenpolitiker ihre Bestürzung. Bundeskanzler Friedrich Merz schrieb auf der Plattform X: „Gewalt hat keinen Platz in einer Demokratie. Wir entscheiden mit Mehrheiten, nicht mit der Waffe.“ Er verurteile den Anschlagsversuch und sei froh, dass Präsident Donald Trump, First Lady Melania Trump und alle Anwesenden in Sicherheit seien.

Ähnlich äußerte sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron: „Gewalt hat in einer Demokratie keinen Platz. Ich versichere Donald Trump meine uneingeschränkte Unterstützung“, schrieb er auf X und nannte den Angriff inakzeptabel.

Italiens Ministerpräsidentin Georgia Meloni sprach Trump und allen Anwesenden ihre Anteilnahme aus. „Kein politischer Hass darf in unseren Demokratien Platz finden. Wir werden nicht zulassen, dass Fanatismus die Orte der freien Debatte und der Information vergiftet“, schrieb sie in einem Post.

Der britische Premierminister Keir Starmer schrieb auf X, dass es eine riesige Erleichterung sei, dass Trump, seine Frau, First Lady Melania Trump, und alle Anwesenden in Sicherheit seien. „Jeder Angriff auf demokratische Institutionen oder auf die Pressefreiheit muss aufs Schärfste verurteilt werden.“

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schrieb, dass Gewalt in der Politik niemals Platz habe. Sie danke Polizei und Sicherheitskräften, die durch ihr schnelles Handeln die Sicherheit der Gäste gewährleistet hätten.

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez teilte mit: „Gewalt ist niemals der richtige Weg. Die Menschheit kommt nur durch Demokratie, Zusammenleben und Frieden voran.“

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu schrieb, er und seine Frau seien schockiert über das versuchte Attentat auf Trump. Sie seien erleichtert, dass die Trumps wohlauf seien, und wünschten dem bei dem Vorfall angeschossenen Sicherheitsbeamten eine schnelle Genesung.

Secret Service: Angreifer beim ersten Kontakt gestoppt

Der mutmaßliche Angreifer bei dem Gala-Dinner mit US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben des Secret Service „beim ersten Kontakt“ gestoppt worden. Er sei "ein Feigling" gewesen, der versucht habe, eine „nationale Tragödie“ herbeizuführen, sagte Matthew Quinn, der stellvertretende Direktor des Secret Service, in einer Stellungnahme auf der Plattform X. Der mutmaßliche Angreifer habe die Sicherheitsvorkehrungen des Secret Service unterschätzt, schrieb Quinn. Mehrere Anwesenden hatten diese zuvor kritisiert und warfen die Frage auf, wie der Mann überhaupt so weit kommen konnte.

Korrespondenten-Dinner: Was über den mutmaßlichen Täter bekannt ist

Nach Polizeiangaben handelte es sich bei dem Mann offenbar um einen Hotelgast, der allein handelte. Weitere Verdächtige gebe es nicht. Der Polizei zufolge hatte der Angreifer eine Schrotflinte, eine Handfeuerwaffe und mehrere Messer bei sich. Sowohl Präsident Donald Trump als auch die Sicherheitsbehörden erklärten, der Angreifer sei durch die Sicherheitsschleuse im Vorraum des Hotels gestürmt, bevor er von Beamten überwältigt und zu Boden gebracht werden konnte. Nach Polizeiangaben wurde der Mann selbst nicht angeschossen. Unklar ist bisher, wie viele Schüsse von wem abgegeben wurden.

Das konkrete Ziel des Angreifers blieb ebenfalls unklar. Dem Sender CBS zufolge sagte der Verdächtige nach seiner Verhaftung zu Polizisten, er habe Vertreter von Trumps Regierung treffen wollen. Offiziell bestätigt ist ​das bisher nicht. Trump selbst gab zu verstehen, dass der Täter es womöglich auf ihn abgesehen hatte. Auch das Tatmotiv ist noch völlig offen. Trump entgegnete auf Nachfrage eines Journalisten bloß, dass er nicht von einem Zusammenhang mit dem Iran-Krieg ausgehe. 

Bei dem Verdächtigen handele ‌es sich um Cole A., sagte ein Polizeivertreter laut Medienberichten. Offiziell bestätigte Informationen zur Identität des Verdächtigen gibt es bislang wenige. Trump beschrieb ihn als einen „sehr kranken Mann“ aus Kalifornien. Laut einem CNN-Bericht ist der Mann 31 Jahre alt und lebt in Torrence, einem Vorort von Los Angeles. Er arbeitete laut öffentlichen Aufzeichnungen als Lehrer und Videospielentwickler in Südkalifornien. Zudem meldete CNN, dass der Mann laut Aufzeichnungen der Federal Election Commission im Oktober 2024 an Kamala Harris' Präsidentschaftskampagne 25 Dollar spendete.

Am Montag soll der Mann vor Gericht erscheinen. Das gab die zuständige Bezirksstaatsanwältin Jeanine Pirro auf einer Pressekonferenz bekannt. Der Verdächtige werde wegen Verwendung einer Schusswaffe bei einer Gewalttat und wegen tätlichen Angriffs auf einen Bundesbeamten unter Einsatz einer gefährlichen Waffe angeklagt, sagte Pirro. Sie gehe davon aus, dass im Laufe der Untersuchung weitere Anklagepunkte hinzukommen. Die Person sei darauf aus gewesen, „so viel Schaden und Zerstörung wie möglich anzurichten“.

Schüsse bei Dinner mit Trump: Angreifer trug mehrere Waffen bei sich

Der während eines Gala-Dinners mit US-Präsident Donald Trump von Sicherheitskräften überwältigte Angreifer trug mehrere Waffen bei sich. Das sagte Trump auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus kurz nach dem Vorfall. Die Polizei bestätigte später, dass der Mann eine Schrotflinte, eine Handfeuerwaffe und mehrere Messer bei sich gehabt habe.

Ob der Angreifer Trump als Ziel hatte, wisse er nicht, sagte der Präsident. Er sei noch relativ weit weg gewesen. „Die Reaktionszeit war hervorragend“, sagte er mit Blick auf das Vorgehen der Sicherheitsbeamten.

Trump: Schütze drang nicht in den Festsaal ein

US-Präsident Donald Trump erklärt auf seiner Pressekonferenz, der Schütze sei ihm zu keinem Zeitpunkt nahegekommen und habe den Eingang zum Festsaal nicht durchbrochen. Trump postete ein Video auf seiner Plattform Truth Social, das mutmaßlich den Angreifer zeigt, wie er an Sicherheitsbeamten vorbeirennt, die anschließend die Waffen auf ihn richten. 

Trump selbst habe unbedingt beim Dinner bleiben wollen – „I fought like hell“ –, sei aber von seinen Sicherheitsleuten zum Gehen aufgefordert worden. Er wolle nicht, dass „kranke Menschen“ „das Gefüge unseres Lebens verändern“, und kündigt an, das Dinner bald nachzuholen.

Trump: Sicherheitsbeamter angeschossen

Bei dem Vorfall beim Korrespondentendinner in Washington D.C. ist ein Sicherheitsbeamter angeschossen worden, erklärt US-Präsident Donald Trump auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Er habe bereits mit dem Beamten gesprochen – dieser sei wohlauf. Der Schuss soll von seiner Schutzweste abgeschwächt worden sein.

Ein Schütze mit mehreren Waffen habe außerhalb des Saals, in dem die Veranstaltung stattfand, Schüsse auf Sicherheitsbeamte abgegeben. Der Täter sei laut Donald Trump inzwischen vom FBI festgenommen worden.

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