US-Zölle: Trump droht mit Zöllen auf Arznei-Generika ab Sommer 2028
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Bereits im Frühjahr hatte der US-Präsident hohe Zölle auf Markenmedikamente angekündigt. Ab 2028 sollen nun auch günstige Nachahmerpräparate betroffen sein.
Quelle: DIE ZEIT,
AFP,
dpa,
lk
22. Juli 2026, 6:45 Uhr
Artikelzusammenfassung
Trump zieht bei Arzneiimporten die Zollschraube an. Ab August 2026 sollen importierte Generika zwar noch zwei Jahre lang duty-free bleiben, doch ab Sommer 2028 droht erst ein Strafzoll von 100, dann von 200 Prozent – ein brachialer Hebel, mit dem der US-Präsident Pharmakonzerne zur Produktionsverlagerung in die Vereinigten Staaten treiben will. Der Move folgt auf seine bereits im Frühjahr angekündigten Zölle auf patentgeschützte Markenmedikamente und fügt sich nahtlos in seine ökonomische Hardball-Politik ein, bei der Drohkulisse, Standortnationalismus und Plattform-Posting eine eigentümliche Melange bilden. Pikant ist dabei, dass Trump weder die juristische Grundlage für diesen Eingriff offenlegt noch konkret erklärt, wie Firmen bestraft werden sollen, falls sie dem America-first-Drehbuch nicht folgen. Für Europa wirkt das Ganze vorerst wie ein Zollgewitter am Horizont, das wegen eines Handelsabkommens an der EU und damit auch an Deutschland vorbeizieht – jedenfalls bis zur nächsten Volte aus Washington.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
US-Präsident Donald Trump hat für Sommer 2028 hohe Zölle auf importierte Generika angekündigt und damit den Druck auf Arzneimittelhersteller verschärft. Ab dem 1. August 2026 blieben Generika für zwei Jahre zollfrei, danach werde für ein Jahr ein Importzoll von 100 Prozent fällig, anschließend von 200 Prozent, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform. Generika sind Nachahmerpräparate von Originalmedikamenten und meist deutlich günstiger.
Die Übergangsphase sollen die Firmen nach Trumps Willen nutzen, um ihre Produktion in die USA zu verlagern. Wer sich gegen Produktionsstätten in den USA entscheide, werde bestraft, drohte er, ohne Einzelheiten zu nennen. Auf welche gesetzliche Grundlage er sich bei den Zöllen berufen will, ließ Trump offen.
Bereits im Frühjahr hatte Trump einen Zoll von 100 Prozent auf patentgeschützte Markenmedikamente mit gestaffeltem Start ab Ende Juli angekündigt. Die EU und damit Deutschland sind wegen eines geschlossenen Handelsabkommens ausgenommen.