Umfrage: Eltern klagen über Ausfälle bei Kinderbetreuung

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Mehr als die Hälfte der erwerbstätigen oder arbeitssuchenden Eltern klagt laut einer repräsentativen Umfrage über Ausfälle in der Kinderbetreuung. Im Untersuchungszeitraum Herbst 2025 waren 54 Prozent der Befragten an einem oder mehreren Tagen von verkürzten Betreuungszeiten oder kurzfristigen Schließungen von Betreuungsstätten betroffen, wie die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung am Freitag in Düsseldorf mitteilte. Die Einschränkungen beträfen sowohl Kitas als auch Tageseltern oder den schulischen Ganztag. Laut Umfrage musste zudem fast ein Drittel der Eltern die eigene Erwerbstätigkeit reduzieren, um die Betreuungslücken zu schließen. Je nach Wohnort seien Eltern unterschiedlich stark betroffen gewesen. In Ostdeutschland bemängelten für den Untersuchungszeitraum etwa 21 Prozent kurzfristige Schließungen an mindestens einem Tag, in Westdeutschland 39 Prozent. Besonders häufig seien Eltern von kleinen Kindern im Alter unter drei Jahren oder zwischen drei und sechs Jahren betroffen.

Um die Betreuungslücken auszugleichen, sprang den Angaben zufolge meist ein Elternteil ein, insbesondere Frauen. Männer in heterosexuellen Partnerschaften gaben zu 73 Prozent an, ihre Partnerin habe kurzfristig die Betreuung übernommen. Von den Frauen gaben 39 Prozent das über ihren männlichen Partner an. Bei Eltern, die ihre Erwerbstätigkeit kurzfristig reduzierten, seien Männer hingegen mit 33 Prozent leicht häufiger vertreten als Frauen mit 26 Prozent. 42 Prozent berichteten, zur Betreuung auch auf ihr privates Umfeld zurückgegriffen zu haben.
Für den Untersuchungszeitraum August bis Oktober 2025 wurden laut Stiftung im November und Dezember 900 Erwerbstätige und Arbeitssuchende online befragt.

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