Gewagte Rettungsaktion nahe der Front: Ein Video der ukrainischen Armee zeigt, wie eine 77-jährige Frau von einem Roboter in Sicherheit gebracht wird. Ort und Zeit der Aufnahmen lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Antonia, Ukrainerin:
»Ich sah etwas näherkommen. Ich war nicht gerade begeistert von dem, was da auf mich zukam. Wer weiß schon, was es war? Woher sollte ich das wissen?«
Die gebrechliche Frau war eigenen Angaben zufolge zurückgeblieben, als ihre Familie zusammen mit einem Nachbarn versuchte, ihr Wohnhaus im Dorf Stavky in der Region Donezk zu verlassen. Der russische Beschuss habe die Evakuierung zu Fuß erschwert.
Larissa Odnodvorets, Schwiegertochter:
»Wir sind losgegangen, komme was wolle. Wir hatten natürlich Angst um Oma, die hinter uns war. Dann drehte ich mich um und konnte sie nicht mehr sehen. Sie war nicht mehr auf der Straße. Ich dachte, sie muss umgekehrt sein. Das habe ich zumindest gehofft. Und dann, als die Soldaten uns sagten: ›Eure Oma ist auf dem Weg‹, waren wir natürlich überglücklich.«
Die ukrainische Armee kam der Frau mit Hightech-Gerät entgegen.
Antonia, Ukrainerin:
»Ich wollte schon umkehren und wieder nach Hause gehen. Aber dann sagte ich mir: Nein, ich werde die Kraft und den Willen in mir finden, so weit zu gehen, wie ich kann.«
Ein Sprecher der ukrainischen Armee sagte, dass Truppen zwar regelmäßig unbemannte Fahrzeuge zur Evakuierung verwundeter Kämpfer einsetzten, die Rettung eines Zivilisten jedoch bisher beispiellos sei.
Codename »Psycho«, ukrainischer Soldat:
»Wir waren uns nicht sicher: Würde sie unsere Absichten überhaupt verstehen? Wir fanden einige Autoteppiche und sprühten darauf: ›Oma, steig ein!‹«
Die Rettung gelang. Antonia, die ihren Nachnamen nicht nennen wollte, wurde in die Region Tscherkassy evakuiert. Hier, weitestgehend in Sicherheit, hat sie nur einen Wunsch.
Antonia, Ukrainerin:
»Mein Traum ist es, dass der Krieg endet, dass Frieden herrscht und die Menschen nicht sterben müssen, wie es derzeit geschieht.«

vor 1 Stunde
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