US-Präsident Donald Trump hat eine persönliche Kurznachricht von Emmanuel Macron auf seiner Onlineplattform öffentlich gemacht. Das Umfeld des französischen Präsidenten bestätigte die Echtheit. In der Nachricht bringt Macron sein Unverständnis über Trumps aggressives Vorgehen gegen Grönland zum Ausdruck: »Mein Freund, wir sind auf einer Linie mit Blick auf Syrien. Wir können Großes vollbringen in Iran. Ich verstehe nicht, was Du in Grönland tust.«
In der Nachricht schlägt Macron Trump ein Treffen der G7-Staaten vor, an dem auch Russland teilnehmen könnte. Es solle im Anschluss an das Weltwirtschaftsforum in Davos am Donnerstag in Paris stattfinden. »Ich kann die Ukrainer, die Dänen, die Syrer und die Russen am Rand einladen«, schrieb Macron. Zum Abschluss lud er Trump zum Abendessen in Paris ein.
Trump schließt militärische Gewalt nicht aus
Am Samstag hatte Trump die Auseinandersetzung um Grönland nochmals angeheizt, indem er Strafzölle für Deutschland und weitere europäische Nato-Länder androhte, sollten sie der Übernahme Grönlands durch die USA nicht zustimmen. Zuvor hatte Trump immer wieder einen Besitzanspruch auf Grönland erhoben und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen der USA in der Arktis begründet. Meist war von einem Kauf des Gebiets die Rede, aber auch militärische Gewalt schloss Trump nicht aus.
Im Gegensatz zu Macron sprach Trump von einem multilateralen Treffen schon früher beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Er habe während eines »sehr guten« Telefonats mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte einem »Treffen der verschiedenen Parteien« in Davos zugestimmt, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.
Trump soll am Mittwoch eine Rede auf dem Weltwirtschaftsforum halten. Am Montag hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gesagt, er wolle am Rande der Konferenz mit dem US-Präsidenten sprechen. Merz bekräftigte zudem, die EU werde nötigenfalls Gegenmaßnahmen ergreifen.
Trump sagte seinerseits, er rechne nicht mit allzu großer Gegenwehr der Europäer gegen eine US-Übernahme Grönlands. »Ich glaube nicht, dass sie sich allzu sehr dagegen wehren werden«, sagte Trump in Florida und fügte mit Blick auf das arktische Inselgebiet an: »Wir brauchen es. Sie müssen das erledigen.«
Was Trumps Wähler über sein aggressives Vorgehen gegen Grönland denken, lesen Sie hier .

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