Berichten zufolge handelt es sich bei der Toten um die Mutter der ehemaligen Parteikandidatin Afroditi Nestora. Die Politikerin selbst habe Verbrennungen erlitten. Die Angriffe galten demnach auch dem Vorsitzenden des Parteivorstands, Sisis Ioakimovic, und der ehemaligen Abgeordneten Savvas Anastasiades.
Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis sprach von einem »feigen, terroristischen und mörderischen Anschlag«. Er wolle Thessaloniki besuchen, um seinen Parteikollegen beizustehen. Später erklärte Mitsotakis, im öffentlichen Leben des Landes existiere ein »mörderischer und unmenschlicher Charakter der blinden Gewalt«.
Kein Bekennerschreiben, keine bekannten Hintergründe
Laut der Polizei sind die improvisierten Sprengsätze aus Butangasflaschen hergestellt worden. Hinter den Anschlägen werden dieselben Täter vermutet. Ein Bekennerschreiben gab es zunächst nicht. Die Polizei äußerte sich zunächst nicht zu möglichen Hintergründen.
In Griechenland gibt es eine gewisse Historie, was Anschläge militanter Gruppen gegen Autoritäten betrifft. In den vergangenen Jahren verursachten sie meist nur Sachschäden. Im Juli 2025 verletzte eine Bombe in Thessaloniki jedoch zwei Personen leicht, sie war offenbar für den Verbandschef der griechischen Gefängniswärter gedacht. Im Juli 2024 verletzte ein Anschlag einen Polizeibeamten, der das Haus eines hochrangigen Richters in Athen bewachte.

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